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Stadtteile Bühlau und Quohren
Aus der Geschichte
1349: urkundliche Ersterwähnung von Bühlau als Bele (altsorbisch: "Ort am hellen/weißen Fleck/Bach"), 1365: urkundliche Ersterwähnung von Quohren als Quorne (von altsorbisch dvor = Hof oder kovar = Schmied), Oberdorf Altbühlau: Straßendorf in einer Talmulde an der Quohrener Straße, unterstand einst der Helfenberger Grundherrschaft, Neubühlau (östlich davon gelegen): war eine Amtsgemeinde, Niederdorf Neubühlau: längs der Bautzner Landstraße gelegen, Adelig-Bühlau: am Anfang der Grundstraße gelegen, hier im Hinterland der Loschwitzer Elbhänge am Rand der Dresdner Heide lebten vor allem Ackerbauern und Forstleute mit dem Recht zur Hutung (Waldweide) und Gräserei sowie zum Laub- und Streurechen in der Dresdner Heide sowie zum Holzschlagen an einem Tag pro Vierteljahr, sie hatten Abgaben in Geld, Sichelarbeiten im Vorwerk Ostra, den Wege- und Brückenunterhalt, Wildfutter- und Wildbretfuhren und verschiedene Jagddienste für den kurfürstlichen Hof zu leisten, einige Reste alter Gehöfte (ab 1595 entstanden) blieben vor allem an der Quohrener Straße erhalten (z.B. mit Fachwerk-Obergeschoss und Satteldach),
Mitte des 16. Jahrhunderts: Anlage einer Förster- und Waldarbeitersiedlung auf Forstboden: Dürr-Bühlau (Siedlung zwischen Heidewald und Ullersdorfer Straße), ab dem 16. Jahrhundert: Sitz eines berittenen Försters in Bühlau (die Hegereiterstraße erinnert daran), um 1596: Erwähnung des Forsthauses (Ullersdorfer Straße 1) als kleines Gut einer Försterswitwe (ab 1621 Eigentum der Forstverwaltung, später für Waldarbeiterwohnungen genutzt), 1642: Bau einer Schänke (am Ort des späteren Kurhauses Bühlau), 1651: Erwähnung von drei Mühlen im Bühlauer Grund - Bärmühle, Zeibigmühle (im Bild "In einem kühlen Grunde" des berühmten Malers der Romantik Ludwig Richter dargestellt; 1937 abgebrochen) und Lohmühle,
1839: Vereinigung von Oberdorf Altbühlau, Niederdorf Neubühlau und Zeilendorf Quohren zur Gemeinde Bühlau, Beginn der Nutzung des Gebietes Bühlau als beliebte Sommerfrische der Dresdner, ab 1894: Bau einer Villensiedlung in Neubühlau nördlich der Bautzner Landstraße, 1897: Bildung einer selbstständigen Kirchgemeinde (vorher gehörte Bühlau kirchlich zu Schönfeld), 1899: Einweihung der früh-neogotischen Kirche und 1898 des Friedhofes, 1899: Umbau der alten Schenke in das Kurhaus Bühlau (mit Gaststätte),
1904: Bau eines Sanatoriums, 1908: Verlängerung der Straßenbahnlinie Waldschlösschen-Bühlau bis Weißig (erhielt Anschluss an die 1906 eröffnete Eisenbahnlinie Weißig-Dürrröhrsdorf, 1951 eingestellt), 1921: Eingemeindung nach Dresden, 1929: Bau eines Altersheimes (Bautzner Landstraße 108), 1930: Bau der Bühlauer Badeanstalt, Juli 1945: erstes Sinfoniekonzert der Staatskapelle nach dem Krieg unter der Leitung von Generalmusikdirektor Joseph Keilbert im großen Saal des Kurhauses (diente von 1945 bis zur Wiedereröffnung des Schauspielhauses 1948 am Postplatz als Spielstätte der Staatskapelle und der Dresdner Philharmonie, alle bedeutenden Dresdner Spielstätten waren den britisch-amerikanischen Bombenangriffen zum Opfer gefallen), ab 1961: Kurhaus als Kulturzentrum des Stadtbereiches Dresden-Ost genutzt

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