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Ernemann-Neubau, Pentacon, Technische Sammlungen
Ernemann-Neubau in Striesen
Lage: Ecke Junghans-/Schandauer Straße (Stadtteil Striesen)
Bauzeit, Architekten: 1915-1918 (1923 erweitert), Emil Högg und Richard Müller (Professoren der Technischen Hochschule Dresden)
Merkmale: repräsentativer Fabrikbau im Stil der Neuen Sachlichkeit, 48 m hoher Kuppelturm
Nutzung: Technische Sammlungen der Stadt Dresden (mehr als 30.000 technikgeschichtlich bedeutende Objekte der Foto-, Büro-, Haushalts-, Rechen- und Schreibtechnik sowie des wissenschaftlichen Gerätebaus, interessante Objekte dieser Sammlung sind in einem Technischen Museum ausgestellt)
Aus der Geschichte: Dresden war Ausgangspunkt der deutschen Fotoindustrie, 1839: Beginn der Herstellung von Fotokameras durch den Dresdner Optiker Friedrich Wilhelm Enzmann, 1887: Gründung der Kamerafabrik Richard Hüttig, Weiterführung als Firma Pentacon (1906 der größte Kameraproduzent Europas, 1936 Markteinführung der ersten Spiegelreflexkamera der Welt), 1897: Heinrich Ernemann erwarb ein Striesener Grundstück an der Ecke Junghans­/Schandauer Straße, um hier seine Fotokamera-Werkstätten zusammenzulegen, 1904: Verlagerung der Rheinischen Emulsionspapierfabrik (Hersteller von Fotopapier, 1898 gegründet) von Köln-Ehrenfeld nach Dresden (firmierte ab 1913 unter dem Namen "Mimosa"), 1915-1918: Bau eines neuen Firmengebäudes für Heinrich Ernemann - später Ernemann-Neubau genannt, 1923: Erweiterung des Ernemann-Neubaus (heutiges Aussehen), 1926: Eingliederung der Ernemann AG in die Zeiß-Ikon AG (unter der Führung von Carl Zeiß Jena), nach 1945: Zentrale der Dresdner Kamera- und Kino-Industrie, 1966: Einrichtung des Pentacon-Werkes (der Kuppelturm wurde zum Warenzeichen dieses bekannten Dresdner Kameraherstellers), 1992: Übergang des Ernemann-Neubaus in den Besitz der Stadt Dresden, Einrichtung der Technischen Sammlungen


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