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Leipzig Sehenswürdigkeiten: Die Highlights der Messestadt

Panoramablick über die Leipziger Altstadt mit Kirchtürmen und Völkerschlachtdenkmal im Hintergrund

Leipzig, die größte Stadt Sachsens, zählt zu den dynamischsten und kulturell reichsten Metropolen Deutschlands. Als historische Messestadt, Musikhauptstadt und Wiege der Friedlichen Revolution von 1989 vereint Leipzig auf faszinierende Weise Geschichte, Kultur und modernes Großstadtleben. Wenn Sie die Sehenswürdigkeiten in Leipzig erkunden möchten, erwartet Sie eine Stadt voller Überraschungen — von monumentalen Bauwerken über weltberühmte Kirchen bis hin zu einer lebendigen Kunst- und Kulturszene.

Von Dresden aus erreichen Sie Leipzig bequem in etwa einer Stunde mit dem Zug oder über die Autobahn A4/A14. Ein Tagesausflug oder ein verlängertes Wochenende lohnt sich allemal.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Leipzig

Die Leipziger Innenstadt ist erstaunlich kompakt und lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden. Innerhalb des Innenstadtrings, der dem Verlauf der ehemaligen Stadtmauer folgt, liegen viele der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten dicht beieinander. Das historische Zentrum rund um den Marktplatz mit dem Alten Rathaus bildet den Ausgangspunkt für jeden Leipzig-Besuch.

Das Alte Rathaus am Markt, eines der schönsten Renaissance-Bauwerke Deutschlands, beherbergt heute das Stadtgeschichtliche Museum. Der 1556 unter Bürgermeister Hieronymus Lotter errichtete Bau beeindruckt mit seiner markanten Fassade und dem asymmetrisch platzierten Turm. In der Ratsstube finden regelmäßig Konzerte statt.

Ein besonderes Erlebnis bieten die Leipziger Passagen und Höfe. Die Mädler-Passage ist die bekannteste unter ihnen — hier befindet sich der legendäre Auerbachs Keller, eines der ältesten Restaurants Deutschlands und Schauplatz in Goethes "Faust". Die Passage verbindet Grimmaische Straße und Neumarkt und besticht mit ihrer prachtvollen Jugendstil-Architektur.

Völkerschlachtdenkmal und historische Stätten

Das Völkerschlachtdenkmal ist das Wahrzeichen Leipzigs und mit 91 Metern Höhe eines der größten Denkmäler Europas. Es erinnert an die entscheidende Schlacht im Oktober 1813, in der die verbündeten Heere Napoleons Truppen besiegten. Der Aufstieg über 500 Stufen zur Aussichtsplattform wird mit einem atemberaubenden Panorama über Leipzig und das Umland belohnt.

Am Fuß des Denkmals erstreckt sich der See der Tränen, dessen Wasseroberfläche das Monument eindrucksvoll spiegelt. Das zugehörige Museum "Forum 1813" veranschaulicht die Ereignisse der Völkerschlacht mit originalen Exponaten und interaktiven Stationen. Die Anlage ist ganzjährig zugänglich; aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise finden Sie auf der offiziellen Website des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig.

Ebenfalls von historischer Bedeutung ist das Alte Rathaus am Marktplatz. Der prächtige Renaissancebau von 1556 zählt zu den schönsten seiner Art in Deutschland und beherbergt heute das Stadtgeschichtliche Museum mit Exponaten zur über 1.000-jährigen Stadtgeschichte.

Thomaskirche, Nikolaikirche und die Friedliche Revolution

Die Thomaskirche ist untrennbar mit dem Namen Johann Sebastian Bach verbunden, der hier von 1723 bis zu seinem Tod 1750 als Thomaskantor wirkte. Seine letzte Ruhestätte befindet sich im Altarraum der Kirche. Der Thomanerchor, einer der ältesten und berühmtesten Knabenchöre der Welt, singt hier seit über 800 Jahren — die Motetten am Freitag- und Samstagabend gehören zu den musikalischen Höhepunkten eines Leipzig-Besuchs.

Gegenüber der Thomaskirche widmet sich das Bach-Museum dem Leben und Werk des Komponisten. Interaktive Stationen, originale Handschriften und eine Hörstation mit Bachs Gesamtwerk machen den Besuch auch für Nicht-Musikkenner lohnenswert.

Die Nikolaikirche ist der Ort, an dem die Friedliche Revolution ihren Anfang nahm. Ab September 1982 fanden hier die Friedensgebete statt, und am 9. Oktober 1989 versammelten sich über 70.000 Menschen zu der entscheidenden Montagsdemonstration, die das Ende der DDR einleitete. Das klassizistische Innere der Kirche mit seinen palmenartigen Säulen gehört zu den schönsten Kirchenräumen Sachsens. Vor der Kirche erinnert die Nikolaisäule des Künstlers Markus Glaser an die Ereignisse von 1989.

Nur wenige Schritte entfernt dokumentiert das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig die Geschichte der deutschen Teilung, des Alltags in der DDR und der Friedlichen Revolution. Der Eintritt ist frei.

Museen, Kunst und Kultur

Leipzig besitzt eine beeindruckende Museumslandschaft. Das Museum der bildenden Künste im gläsernen Kubus am Sachsenplatz zeigt Werke von der Spätgotik bis zur Gegenwart, darunter Arbeiten von Caspar David Friedrich, Max Beckmann und der Neuen Leipziger Schule um Neo Rauch. Der Eintritt ist mittwochs frei.

Die Spinnerei im Stadtteil Plagwitz, eine ehemalige Baumwollspinnerei, hat sich zum größten zusammenhängenden Kunstzentrum Europas entwickelt. Über 100 Künstler haben hier ihre Ateliers, dazu kommen Galerien, Projekträume und das Kunstkraftwerk mit seinen immersiven Lichtinstallationen. Der Rundgang, der zweimal jährlich stattfindet, ist ein Pflichttermin für Kunstinteressierte.

Das Grassi-Museum am Johannisplatz vereint drei Museen unter einem Dach: das Museum für Angewandte Kunst, das Museum für Musikinstrumente und das Museum für Völkerkunde. Das Art-déco-Gebäude allein ist schon einen Besuch wert.

Musikliebhaber sollten einen Abend im Gewandhaus einplanen. Das Gewandhausorchester, eines der ältesten und renommiertesten Sinfonieorchester der Welt, spielt in dem modernen Konzerthaus am Augustusplatz. Die Akustik des Großen Saals gilt als eine der besten weltweit.

Praktische Tipps für den Leipzig-Besuch

Anreise ab Dresden: Mit dem ICE oder IC erreichen Sie Leipzig Hauptbahnhof in etwa 70 Minuten. Der Leipziger Hauptbahnhof selbst ist mit seiner Jugendstil-Architektur und den Promenaden-Einkaufspassagen bereits eine Sehenswürdigkeit. Mit dem Auto sind es über die A4 und A14 rund 120 Kilometer.

Beste Reisezeit: Leipzig ist ganzjährig eine Reise wert. Besonders reizvoll sind das Frühjahr zur Buchmesse (März) und der Herbst mit dem Lichtfest am 9. Oktober, das an die Friedliche Revolution erinnert. Im Dezember lockt der Leipziger Weihnachtsmarkt, einer der ältesten Deutschlands (seit 1458), auf den Marktplatz.

Fortbewegung: Die Innenstadt ist kompakt und fußläufig erschlossen. Für weiter entfernte Ziele wie das Völkerschlachtdenkmal oder die Spinnerei nutzen Sie die Straßenbahn — Leipzig verfügt über eines der ältesten und dichtesten Straßenbahnnetze Europas.

Leipzig-Card: Die Leipzig Card bietet freie Fahrt im öffentlichen Nahverkehr und Ermäßigungen in zahlreichen Museen, Restaurants und Geschäften. Sie ist am Hauptbahnhof und in der Tourist-Information am Markt erhältlich.

Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Veranstaltungen und Stadtführungen finden Sie auf der offiziellen Website von Leipzig Tourismus.

Häufige Fragen

Was sind die Top-Sehenswürdigkeiten in Leipzig?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Leipzig sind das Völkerschlachtdenkmal, die Thomaskirche mit dem Bach-Grab, die Nikolaikirche als Ort der Friedlichen Revolution, das Alte Rathaus am Markt, die Mädler-Passage mit Auerbachs Keller sowie das Museum der bildenden Künste.

Wie komme ich von Dresden nach Leipzig?
Von Dresden Hauptbahnhof fahren regelmäßig ICE- und IC-Züge nach Leipzig (ca. 70 Minuten). Mit dem Auto sind es über die A4/A14 rund 120 km. Auch Fernbusse verkehren mehrmals täglich zwischen beiden Städten.

Wie viel Zeit sollte ich für Leipzig einplanen?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Innenstadt genügt ein voller Tag. Wer auch das Völkerschlachtdenkmal, die Spinnerei und die Museen ausgiebig erkunden möchte, sollte mindestens zwei bis drei Tage einplanen.

Ist Leipzig familienfreundlich?
Leipzig bietet zahlreiche Attraktionen für Familien: den Zoo Leipzig mit der Tropenerlebniswelt Gondwanaland, das Naturkundemuseum, den Clara-Zetkin-Park und im Sommer die Seen rund um Leipzig zum Baden und Paddeln.


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