Altstädter Wache (Schinkelwache)

Kurzinformationen

Lage:Südbereich des Theaterplatzes
Bauzeit:1830-1832, nach der Zerstörung im Februar 1945 außen 1955/56 originalgetreu, innen modern wieder aufgebaut
Entwurf:Karl Friedrich Schinkel
Ausführung:Joseph Thürmer
Skulpturen:Saxonia von Joseph Hermann (Südostgiebel), Mars von Franz Pettrich (Nordwestgiebel)
Altstädter Wache mit sechssäuligem Portikus am Dresdner Theaterplatz

Den Namen Schinkelwache verdankt das Gebäude seinem Entwerfer. Karl Friedrich Schinkel, preußischer Baumeister und Leiter des Staatsbauamtes, lieferte die Pläne für die neue Hauptwache der Dresdner Altstadt. Ausgeführt hat sie Joseph Thürmer in den Jahren 1830-1832.

Von Schinkel stammen auch die Neue Wache in Berlin Unter den Linden und das Palais Serre in Dresden, das im Februar 1945 zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde.

Ein ionischer Tempel zwischen Barock und Renaissance

Das klassizistische Sandsteinbauwerk folgt dem Vorbild eines ionischen Tempels. Es wirkt graziler als die Berliner Neue Wache, wohl mit Rücksicht auf die Nachbarschaft am Theaterplatz. Der Portikus ruht auf sechs Säulen aus Cottaer Sandstein, die Giebelfelder sind zurückhaltend geschmückt.

Figur der Saxonia im Südostgiebel der Altstädter Wache

Mit ihrer strengen, geraden Linienführung fügt sich die Wache nicht ganz leicht in ein Umfeld aus prächtigen Renaissance-, Neorenaissance- und Barockbauten ein. Reizlos ist der Kontrast trotzdem nicht.

Den Südostgiebel ziert die Saxonia von Joseph Hermann, am Nordwestgiebel steht der Mars von Franz Pettrich.

Säulenportikus der Altstädter Wache aus der Nähe

Nach den Bombenangriffen vom Februar 1945 blieb eine Ruine. 1955/56 wurde das Äußere originalgetreu wiederhergestellt, das Innere dagegen neu gestaltet. Seit 1985 dient die einstige Hauptwache als Vorverkaufsstelle der Dresdner Theater, zu der auch die Tageskasse der Semperoper gehört.

Rund um den Theaterplatz