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Museum Festung Dresden Kasematten der Brühlschen Terrasse ![]()
Unter der Brühlschen Terrasse befinden sich die Kasematten des ehemaligen nordöstlichen Stadtfestungswalles, der in diesem Bereich im wesentlichen nach Plänen von Paul Buchner bis zum Jahr 1591 entstand. Bis in die 1960er Jahre hinein dienten die Kasematten u.a. als städtisches Kühllager. Im Jahr 1991 gründete sich der "Dresdner Verein Brühlsche Terrasse e.V.". Er legte große Teile der unterirdischen Anlage frei und richtete hier das Museum Festung Dresden ein, das 1992 eröffnete. Ab 1996 wurde die Anlage weiter ausgebaut und u.a. um kleine Vortragsräume und Konzertsäle mit sehr guter Akustik erweitert. Bild: Blick in den offenen Hof des Museums Festung Dresden ![]() Bild: Eingang des Museums Festung Dresden an der Freitreppe von der Brühlschen Terrasse herunter zum Georg-Treu-Platz (vor der oben das Gottfried-Semper-Denkmal steht) Beim Bau der neuen Festung am Ziegeltor - mit der Jungfernbastion als Nordostecke - wurde die Stadtfestung zwischen 1589 und 1591 um etwa 150 m nach Osten verschoben und der Festungswall verbreitert. Das vorher, um 1550, errichtete Ziegeltor (Schiffstor) bezog man beim Bau der Jungfernbastion als Kasematte in den Festungswall ein. Es wurde dabei überbaut und blieb so als einziges der Dresdner Stadttore bis heute erhalten. Die Torhallen und Wachstuben können im Museum Festung Dresden besichtigt werden. ![]() Das Ziegeltor, die Attraktion des Museums, durchstieß einst als Tunnelanlage den alten Stadtwall (dies war ein breiter Erdwall rund um die Stadt, der dem äußeren Mauerwerk Festigkeit gegen Kanonenbeschuss verlieh). An der Wagendurchfahrt sind heute noch die eisernen Türangeln für die Torflügel zu sehen. Für Fußgänger waren kleine Pforten beiderseits der Durchfahrt eingelassen. Bild: Innenansicht des Pirnaischen Tores als Beispiel für die Tore im Erdwall der Dresdner Stadtbefestigung (nach einer alten Grafik, verändert) ![]() Die um 1553 gebaute Kleine Bastion am Ziegeltor, die bis zum Bau der Jungfernbastion um 1590 die Nordostecke der Stadtfestung bildete, zeigt sich als Knick in der Außenmauer der Brühlschen Terrasse. Auch der Postenaustritt und vier große Schießscharten für Geschütze blieben erhalten. Nicht weit entfernt erinnert ein niedrig angesetzter Bogen im Mauerwerk an einen schiffbaren Durchlass zu einem kleinen Hafen im Hof des Zeughauses, der dann versandete und zugemauert wurde. In der Kleinen Bastion befand sich die Werkstatt von Gießermeister Hilger, die bis gegen Ende des 16. Jahrhunderts in Betrieb war. Das Tor zum Hof der Kleinen Bastion zeigt eingeritzte Hochwassermarken aus drei Jahrhunderten. In Richtung Elbe erstrecken sich drei 40 m lange und 8 m breite Gänge, in denen man früher unter anderem Waffen und anderes Kriegsmaterial aufbewahrte. nach oben ![]() |