Dresden und Sachsen
Inhalt
Landkarte
Einführung
Geschichte
Dresden
Dresdner Umland
Oberlausitz

Links
Angebote
Buch, CD
Impressum

Copyright

Texthinweis Landeskundlicher Reiseführer
StartseiteLandesgeschichtedresden-und-sachsen.de
Landesgeschichte

Seiten: Übersicht | In Stichpunkten | Kulturgeschichte

[ siehe auch: Sächsische Landesherren - Meißner Markgrafen, Sächsische Kurfürsten und Könige ]


Übersicht / Kurzfassung
Während der deutschen Eroberung des sich an Elbe, Spree und Oder erstreckenden Landes der Sorben (eines Stammes der Westslawen) gründete König Heinrich I. im Jahr 929 die Burg Meißen. Sie war der Hauptort der im Jahr 965 von Kaiser Otto I. gegründeten Mark Meißen, aus der im Jahr 1425 das Kurfürstentum Sachsen hervorging. Kaiser Napoleon I. erhob dieses im Jahr 1806 zum Königreich Sachsen. Nach dem Zusammenbruch der sächsischen Monarchie im Jahr 1918, mit dem auch mehr als 800 Jahre wettinischer Landesherrschaft zu Ende gingen, gründete sich der Freistaat Sachsen.

Vor allem durch den um 1168 beginnenden erzgebirgischen Silberbergbau, das europaweit berühmte sächsische Kunsthandwerk und das Textilgewerbe zählte Sachsen in der Zeit der Renaissance und des Barock zu den reichsten und wirtschaftlich bedeutendsten deutschen Ländern. Davon kündet noch heute viel großartige Architektur in diesem Land der Burgen und Schlösser. Erwähnenswert ist auch, dass die neuhochdeutsche Schriftsprache aus der Meißner kursächsischen Kanzleisprache hervorging.

Sachsen ist das Mutterland der Reformation - hier wirkte Martin Luther. Die Führung der protestantischen Mächte Deutschlands lag über eine lange Zeit hinweg in sächsischer Hand.

In der Augusteischen Zeit, der Regierungszeit von Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen (August der Starke, zugleich König August II. von Polen; reg. 1694-1733) und Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen (zugleich König August III. von Polen; reg. 1733-1763), wandelte sich Dresden aus einer Renaissance- in eine prächtige Barockstadt. Die Dresdner Kunstsammlungen zählen seitdem zu den bedeutendsten und reichsten Kunstsammlungen Europas. Am Ende dieser Periode, im Siebenjährigen Krieg (1756-1763), ging viel von der politischen und wirtschaftlichen Bedeutung Sachsens verloren.

In der Napoleonischen Zeit stand Sachsen auf der Seite des französischen Kaisers Napoleon I., der das Land im Jahr 1806 zum Königreich erhob. Nach Napoleons Niederlage verlor Sachsen fast ein Drittel seines Territoriums an Preußen.

Im 19. Jahrhundert - in der Gründerzeit und der Zeit der Industrialisierung - entwickelte sich Sachsen zu einem Wirtschaftszentrum Deutschlands. So nahmen hier der deutsche Eisenbahnverkehr und die Elbe-Dampfschifffahrt ihren Anfang, ebenso bedeutende Industriezweige wie z.B. die deutsche Fotoindustrie.

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges erlitten viele sächsische Städte enorme Zerstörungen durch englisch-amerikanische Bombenangriffe. Das Dresdner Stadtzentrum fiel vollständig in Schutt und Asche. Nach dem Krieg wurden viele Industrieanlagen und Eisenbahngleise demontiert und als Reparationsleistung in die Sowjetunion verfrachtet. Auch die bedeutendsten Teile der Dresdner Kunstsammlungen nahmen diesen Weg, kehrten aber in der Mitte der 1950er Jahre, als der sowjetischen Führung die politischen Verhältnisse im Osten Deutschlands als in ihrem Sinne gesichert erschienen, nach Dresden zurück - einige wie die Schatzkammer-Sammlung "Grünes Gewölbe" vollständig, andere mit Verlusten.

In der Zeit der DDR war Sachsen in die Bezirke Dresden, Leipzig und Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) aufgeteilt. Hier befanden sich die Industriezentren des Landes.

Mit den Demonstrationen in Leipzig begann im Jahr 1989 die friedliche Revolution, die zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Jahr 1990 führte. Der Freistaat Sachsen gründete sich neu. Seitdem erlebt das Land einen unvergleichlichen Bau-Boom - auch die Sanierung der Baudenkmäler. Die unzähligen Sehenswürdigkeiten Sachsens präsentieren sich heute glanzvoller als jemals zuvor und laden zum Besuch dieses an Geschichte, Kunst, Architektur und Naturschönheiten so überaus reichen Landes ein.


  Seiten:  Übersicht | In Stichpunkten | Kulturgeschichte   [ siehe auch: Dresdner Stadtgeschichte ]


  Sächsische Landesherren
  (Meißner Markgrafen, Sächsische Kurfürsten und Könige - Regierungsjahre)
Könige und Kaiser aus sächsischer Abstammung
König Heinrich I. (der Vogler), 919-936

Kaiser Otto I. (der Große), 936-973

Kaiser Otto II., 973-983

Kaiser Otto III., 983-1002

König Heinrich II., 1002-1024


Wettiner als Markgrafen von Meißen
Heinrich I. von Eilenburg, 1089-1103

Heinrich II. von Eilenburg, 1103-1123

Konrad (der Große), 1123-1156

Otto (der Reiche), 1156-1190

Albrecht I. (der Stolze), 1190-1195

Dietrich (der Bedrängte), 1195-1221

Heinrich (der Erlauchte), 1221-1288

Albrecht II. (der Entartete), 1288-1306

Friedrich I. (der Freidige), 1306-1324

Friedrich II. (der Ernsthafte), 1324-1349

Friedrich III. (der Strenge), 1349-1381

Friedrich IV. (der Streitbare), 1381-1423


Wettiner als Kurfürsten von Sachsen
Kurfürst Friedrich I. (der Streitbare), 1423-1428
(war vorher Markgraf Friedrich IV.)

Kurfürst Friedrich II. (der Sanftmütige), 1428-1464


Ernestinische Linie der Wettiner (Ernestiner)
Kurfürst Ernst, 1464-1486
(regierte gemeinsam mit seinem Bruder Albrecht, dem Beherzten)

Kurfürst Friedrich III. (der Weise), 1486-1525

Kurfürst Johann (der Beständige), 1525-1532

Kurfürst Johann Friedrich (der Großmütige), 1532-1547
Albertinische Linie der Wettiner (Albertiner)
Kurfürst Moritz, 1547-1553

Kurfürst August, 1553-1586

Kurfürst Christian I., 1586-1591

Kurfürst Christian II., 1591-1611

Kurfürst Johann Georg I., 1611-1656

Kurfürst Johann Georg II., 1656-1680

Kurfürst Johann Georg III., 1680-1691

Kurfürst Johann Georg IV., 1691-1694

Kurfürst Friedrich August I., 1694-1733
(August der Starke; zugleich König August II. von Polen)

Kurfürst Friedrich August II., 1733-1763
(zugleich König August III. von Polen)

Kurfürst Friedrich Christian, 1763

Kurfürst Friedrich August III. (der Gerechte), 1763-1806


Wettiner als Könige von Sachsen
König Friedrich August I. (der Gerechte), 1806-1827
(war vorher Kurfürst Friedrich August III.)

König Anton (der Gütige), 1827-1836

König Friedrich August II., 1836-1854

König Johann (der Wahrhafte; "Philaletes"), 1854-1873

König Albert, 1873-1902

König Georg, 1902-1904

König Friedrich August III., 1904-1918



  Seiten:  Übersicht | In Stichpunkten | Kulturgeschichte   [ siehe auch: Dresdner Stadtgeschichte ]

  nach oben

Landeskundlicher Reiseführer