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Aus der Geschichte von Bildung & Wissenschaft in Sachsen

Als erste sächsische Stadtschule gilt die im Jahr 1254 urkundlich erwähnte, neben der Klosterschule bestehende "Äußere Schule" (Schule für Bürgersöhne) des Leipziger Thomasklosters. Wenig später entstanden weitere Stadtschulen (Lateinschulen) in Sachsen wie z. B. in Zwickau (1291), Dresden (1300), Lößnitz (1304), Zittau (1310), Reichenbach/Vogtland (1315), Pirna (1317), Plauen (1319), Bautzen (1331), Großenhain (1342), Grimma (1357), Löbau (1359), Oschatz (1367), Görlitz (1369), Reichenbach/Oberlausitz (1382), Freiberg (1382), Wolkenstein (1385), Waldenburg (1390), Bischofswerda (1392), Dippoldiswalde (1394), Leisnig (1397) und Chemnitz (1399).

Im Jahr 1409 wurde die Universität Lipsiensis (Leipzig) als sechste Universität im deutschen Reich gegründet. Die Eröffnung fand im Refektorium des Thomasklosters statt. Den Ausschlag für die Gründung der Universität gab die Übersiedlung von deutschen Studenten und Professoren von der im Jahr 1348 von Kaiser Karl IV. als erste deutsche Universität gegründeten Prager Universität nach Leipzig. Sie waren von der tschechischen nationalistischen Bewegung aus Böhmen vertrieben worden.

Mit der im Jahr 1483 gegründeten Lateinschule in Schneeberg hielt die humanistische Bildung auch in den erzgebirgischen Bergstädten Einzug. Der Arzt und Mathematiker Ulrich Rülein von Calw eröffnete im Jahr 1514 eine Schule in Freiberg und Georgius Agricola im Jahr 1518 eine griechische Schule in Zwickau. Nach dem Einzug der Reformation in Sachsen um 1535 verloren die bisher dominierenden Klosterschulen endgültig an Bedeutung. Nun setzte sich die humanistische Bildung auf breiter Basis durch.

An der Leipziger Universität lehrte um 1486 der Humanist Konrad Celtis, der sich unter anderem um die Pflege des antiken Bildungs- und Wissenschaftserbes verdient machte. Von 1514 bis 1517 war an der Leipziger Universität der Engländer Richard Crocus als erster offizieller Lehrer des Griechischen tätig. Von 1515 bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1524 wirkte hier der Humanist Petrus Mosellanus.

Im Jahr 1502 gründete Kurfürst Friedrich III. (der Weise; reg. 1486-1525) die ernestinische Landesuniversität Wittenberg als Gegenstück zu der im albertinischen Teil Sachsens gelegenen Universität Leipzig. In Wittenberg lehrten auch Martin Luther (ab 1511) und Philip Melanchthon (ab 1518). Letzterer führte im Jahr 1528 eine neue Schulordnung im ernestinischen Teil Sachsens ein.

Herzog Moritz (ab 1547 Kurfürst von Sachsen) gründete im Jahr 1543 die Landesschulen Meißen (St. Afra) und Pforta sowie 1550 die Landesschule Grimma. Er stattete sie - ebenso wie die Universität Leipzig - mit im Zuge der Reformation aufgelöstem Kirchen- und Klostergut aus (so finanzierte sich die Meißner Landesschule aus Gütern des bei Meißen gelegenen ehemaligen Nonnenklosters zum Heiligen Kreuz). Die Landesschulen bereiteten begabte Schüler aus allen sozialen Schichten, im Notfall auch kostenlos, auf den Besuch der Universität vor. Die sächsischen Landesherren zogen sich auf diese Weise einen mit Bürgerlichen besetzten Verwaltungs- und Beamtenapparat heran, mit dem sie den politischen Einfluss des Adels zurückdrängen und eine absolutistische Herrschaft aufbauen konnten.

An der Leipziger Universität hielt Christian Thomasius (1655-1728) ab 1687 Vorlesungen in deutscher Sprache. Konkurrenz bekam die Universität durch die im Jahr 1694 gegründete brandenburgisch preußische Universität Halle.

Im Jahr 1692 gründete Kurfürst Johann Georg IV. von Sachsen - nach Plänen seines Vaters - eine der Ausbildung des Offiziersnachwuchses dienende Kadettenschule (eine der ersten ihrer Art im deutschsprachigen Raum).

Mit der Schulordnung von 1724 entstanden in Kursachsen unter anderem Sommerschulen.

Der Philologe und Theologe Johann August Ernesti (1707-1781), der ab 1734 Rektor der Leipziger Thomasschule war, trug von 1773 bis zu seinem Tode im Jahr 1781 wesentlich zur Erneuerung der sächsischen Schulordnung bei. Die (bis 1835 gültige) sächsische Schulordnung von 1773 stieß eine umfassende Reorganisation des gesamten höheren, mittleren und niederen Unterrichtswesens, insbesondere auch des Volksschulwesens, an. Zu den traditionellen Fächern wie Religion, Lesen, Schreiben, Rechnen und Singen kamen unter anderem Erdbeschreibung, Geschichte und Naturkunde hinzu.

Im Jahr 1758 gelang dem in Prohlis bei Dresden lebenden Großbauern und "Hobby"-Astronomen Johann Georg Palitzsch die Wiederentdeckung des Kometen Halley. Er wurde korrespondierendes Mitglied der St. Petersburger Akademie der Wissenschaften. Außerdem baute er als einer der ersten die (aus Amerika eingeführte) Kartoffel in Sachsen an.

Ab 1774 entstanden bedeutende wissenschaftliche Gesellschaften in Sachsen, z. B. die Jablonowskische Gesellschaft (Leipzig 1774), die Oberlausitzer Gesellschaft der Wissenschaften (Görlitz 1779), die Philologische Gesellschaft (Leipzig 1784) und die Naturforschende Gesellschaft (Leipzig 1787).

Im Jahr 1778 nahmen das erste deutsche Taubstummen-Institut in Leipzig und das erste deutsche Lehrerseminar für Volksschullehrer in Dresden-Friedrichstadt die Arbeit auf. Weitere Lehrerseminare folgten in Weißenfels (1794), Freiberg (1797), Plauen (1810) und Bautzen (1817). Die Dresdner Blindenanstalt entstand im Jahr 1809.

Aus der im Jahr 1774 von Dr. Christoph Friedrich Weber eröffneten Dresdner Privatschule für Tierarzneikunde ging im Jahr 1780 die Staatliche Tierarzneischule Dresden hervor. Die Tierärztliche Hochschule Dresden wurde im Jahr 1889 gegründet.

Mit der Verordnung "über das Anhalten der Kinder zur Schule und die Bezahlung des Schulgeldes betreffend" von 1805 hielt die allgemeine Volksschulpflicht Einzug in Sachsen.

Der Begründer der Homöopathie Samuel Friedrich Christian Hahnemann (geb. 1755 in Meißen, gest. 1843 in Paris) war von 1816 bis 1822 Dozent an der Universität Leipzig. Im Jahr 1810 erschien seine Schrift "Organon der Rationellen Heilkunde".

Aus der im Jahr 1814 gegründeten Dresdner Lehranstalt für Medizin und Chirurgie ging 1815 die Königlich-Sächsische Chirurgisch-Medizinische Akademie hervor.

Die sächsische Militärakademie entstand im Jahr 1816 aus dem Zusammenschluss der Ingenieur- und der Artillerieschule.

Im Jahr 1816 gründete Heinrich von Cotta (1763-1844) auf der Basis einer privaten Forstlehranstalt die später weltbekannte Forstakademie Tharandt (im Jahr 1928 an die Technische Hochschule Dresden angeschlossen).

Die Gesellschaft deutscher Naturforscher und Ärzte verdankt ihre Gründung im Jahr 1822 wesentlich der Initiative von Carl Gustav Carus (1789-1869) und Lorenz Oken (1779-1851).

Justus Blochmann, ein langjähriger Mitarbeiter Pestalozzis, schuf im Jahr 1824 eine Dresdner Realschule als erste ihrer Art in Sachsen. Seit 1828 gibt es Reifeprüfungen an den sächsischen Gymnasien.

Im Jahr 1825 stieß die sächsische Regierung die Gründung des Königlich-Sächsischen Vereins zur Erforschung und Erhaltung Vaterländischer Altertümer an. Der Altertumsverein machte sich besonders um die Pflege kulturhistorischer Baudenkmäler Sachsens verdient. Die Albrechtsburg zu Meißen wurde im Jahr 1881 nach einer umfassenden Restaurierung durch den Altertumsverein (dessen Vorsitzender damals Prinz Georg von Sachsen war) als Gedenkstätte für sächsische Geschichte eingeweiht. Im Jahr 1883 wirkte der Altertumsverein an der Herausgabe der "Beschreibenden Darstellung der älteren Kunstdenkmäler des Königreiches Sachsen" mit (Herausgeber ab 1894: Cornelius Gurlitt, Fortsetzungsbände bis 1923), eines Generalinventars aller bedeutenden kulturhistorischen Baudenkmäler Sachsens, das noch heute als wichtige Informationsquelle dient.

Der Sächsische Kunstverein entstand im Jahr 1828 auf Betreiben von Johann Gottlob von Quandt (1787-1859).

Unter Mitwirkung der bedeutenden Techniker und Erfinder Brendel, Blochmann und Schubert eröffnete Wilhelm Gotthelf Lohrmann im Jahr 1828 - in einem Pavillon auf der Brühlschen Terrasse (wo heute das Rietschel-Denkmal steht) - die Technische Bildungsanstalt Dresden. Aus ihr ging im Jahr 1852 das Dresdner Polytechnikum und aus diesem im Jahr 1890 die Technische Hochschule Dresden hervor, die ab 1900 zu den bedeutendsten technischen Hochschulen Deutschlands gehörte. Herausragend waren das seit 1884 bestehende Elektrotechnikum und die Ausbildungsstätten für Chemie. (Im Jahr 1961 wurde die Technische Hochschule zur Technischen Universität Dresden erhoben.)

Das sächsische Hauptstaatsarchiv in Dresden, zu dessen besonderen Anliegen die Erforschung der Landesgeschichte Sachsens gehört, besteht seit 1834. Aus dem Archiv für sächsische Geschichte ging das Neue Archiv für sächsische Geschichte und Landeskunde hervor. Dieses publiziert seit 1862 Ergebnisse der landesgeschichtlichen Forschung. Seit 1860 gibt es den Codex Diplomaticus Saxoniae, eine regional und chronologisch geordnete Edition sächsischer Urkunden.

Das Volksschulgesetz von 1835 führte die allgemeine Volksschule sowie die achtjährige Schulpflicht in Sachsen ein und verpflichtete die Gemeinden zum Unterhalt der Schulen. Die sächsischen Gymnasien erhielten im Jahr 1846 und die sächsischen Realschulen im Jahr 1860 eine neue Schulordnung. Diese Bildungseinrichtungen boten nun einen umfassenderen naturwissenschaftlichen Unterricht.

Auf Initiative des Mathematikers Moritz Wilhelm Drobisch entstand im Jahr 1846 die Königlich-Sächsische Gesellschaft der Wissenschaften zu Leipzig, aus der im Jahr 1919 die Sächsische Akademie der Wissenschaften hervorging.

Mit der Aufhebung der Ausnahmegesetze des Deutschen Bundes von 1832 im Jahr 1848 waren im Königreich Sachsen wieder Burschenschaften an den Universitäten zugelassen.

Im Jahr 1850 gründete sich in Dresden ein Sportlehrerseminar. Die nun zahlreichen sächsischen Lehrerseminare erhielten im Jahr 1858 eine neue Ordnung.

König Johann von Sachsen (reg. 1854-1873), der auch als Sprachwissenschaftler tätig war, und der sächsische Kultusminister von Falkenstein förderten den sächsischen Forschungs- und Studienbetrieb mit beträchtlichen Mitteln. Die Leipziger Universität entwickelte sich ab 1865 zu einer der führenden Universitäten Deutschlands - vor allem in den Fachgebieten Medizin, Rechtswissenschaft und Philologie. Den ersten deutschen Lehrstuhl für Augenheilkunde hatte die Universität im Jahr 1853 eingerichtet.

Das höhere Schulwesen Sachsens erhielt im Jahr 1876 eine einheitliche gesetzliche Grundlage. Zu dieser Zeit kamen zahlreiche neue Gymnasien, Realgymnasien (mit verstärktem naturwissenschaftlichem Unterricht) und erstmals als höhere Schulen anerkannte Seminare hinzu. Das Schulgesetz brachte neue Regelungen für den Bau von Schulgebäuden und für die Lehrergehälter. Es folgten die Regulative für die humanistischen Gymnasien von 1882 und 1893 sowie das Regulativ für die Realgymnasien von 1902.

Zu den ersten der neuen Fachschulen Sachsens gehörte die im Jahr 1878 gegründete Schneeberger Klöppelschule.

Die Königlich-Sächsische Kommission für Geschichte, eine Einrichtung für landesgeschichtliche Forschung, gründete sich im Jahr 1896.

Der Professor der Königlichen Kunstgewerbeschule und Kunstmaler Oskar Seyffert rief im Jahr 1897 den Verein für sächsische Volkskunde ins Leben, der dann unter Seyfferts Leitung eine international beachtete wissenschaftliche und Museumsarbeit leistete.

Der im Jahr 1908 gegründete Landesverein Sächsischer Heimatschutz war in den Arbeitsbereichen Denkmalpflege, Naturschutz und Volkskunde tätig. Die von 1908 bis 1941 erschienene Zeitschrift "Mitteilungen des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz" machte die sächsische Architektur und Kunst weithin bekannt und verbreitete den Denkmal- und Naturschutzgedanken über die Landesgrenzen hinaus.

Das durch die Sächsische Volkskammer im Jahr 1913 verabschiedete Volksschulgesetz unterband den Religionsunterricht an den sächsischen Schulen. Ein Gesetz von 1921 bestimmte die strikte Trennung des bis dahin oft vermengten Kirchen- und Schuldienstes der Volksschullehrer. Im selben Jahr erließ die sächsische Regierung eine Verordnung über die Schulerziehung der Jugend im republikanischen Geist. Der sächsische Kultusminister untersagte Lehrern und Schülern Unterrichtsbefreiungen für religiöse Veranstaltungen außerhalb gesetzlicher Feiertage.

Die Leipziger Universität entwickelte sich - nicht zuletzt durch die Berufung von Werner Heisenberg im Jahr 1927 - zu einem Zentrum für Theoretische Physik in Deutschland.

Im Rahmen der Hundertjahrfeier der Technischen Hochschule Dresden eröffnete im Jahr 1927 die Ausstellung "Die Technische Stadt", zu deren Attraktionen das Kugelhaus gehörte.

Anlässlich der II. Internationalen Hygiene-Ausstellung in Dresden wurde im Jahr 1929 das Deutsche Hygienemuseum gegründet. Den Museumsneubau am Großen Garten entwarf Wilhelm Kreis, der seit 1926 als Professor an der Technischen Hochschule und an der Kunstakademie Dresden tätig war.

In der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 fand eine umfassende personelle Umstrukturierung der sächsischen Bildungs- und Forschungseinrichtungen statt. Im politisch stets sehr konservativen Land Sachsen setzte sich die Ideologie der neuen Machthaber im Kunst- und Kulturleben noch konsequenter als anderswo in Deutschland durch. Mitarbeiter der Bildungseinrichtungen, die diese Ideologie ablehnten, verloren ihre Lehrzulassung und wurden politisch verfolgt.

Im Zweiten Weltkrieg kam die Forschungs- und höhere Bildungstätigkeit - mit Ausnahme militärischer Arbeitsfelder - weitgehend zum Erliegen. Viele Einrichtungen büßten ihre materielle und bauliche Ausstattung ein. In Dresden fielen etwa 85% der Bausubstanz der Technischen Hochschule den Bombenangriffen zum Opfer. Im Jahr 1946 begann hier an drei Fakultäten ein provisorischer Lehrbetrieb mit nur 450 Studierenden.

In der Zeit der DDR von 1949 bis 1989 bestanden, anstelle des aufgelösten Landes Sachsen, die Bezirke Dresden, Leipzig und Karl-Marx-Stadt (ehem. Chemnitz). Deren Bildungs- und Forschungseinrichtungen gehörten zu den führenden der DDR. Die Technische Hochschule Dresden wurde im Jahr 1961 zur Technischen Universität Dresden erhoben. Im Jahr 1975 zählte die Universität etwa 18.000 Studenten (darunter ca. 11.000 Direktstudenten). Das Dresdner Forschungsinstitut Manfred von Ardenne, eines der wenigen weitgehend staatsunabhängigen Institute der DDR, genoss internationalen Ruf.

Das DDR-Schulwesen war - auch hinsichtlich der Schulordnung und Lehrmittelausstattung - einheitlich geregelt. Der Bildungsweg sah den Abschluss der Polytechnischen Oberschule (POS) mit der 10. Klasse und eine anschließende Berufsausbildung vor. Begabte Schüler besuchten nach Abschluss der 8. Klasse die Erweiterte Oberschule (EOS) bis zur 12. Klasse und nahmen nach bestandenem Abitur, eventuell nach einer Unterbrechung durch den Wehrdienst, ein Direktstudium auf. Daneben bestand die Möglichkeit eines Direkt- oder Fernstudiums im Anschluss an die Berufsausbildung. Einige europäische Staaten wie z. B. Finnland übernahmen Teile dieses Schulsystems.

Nach der politischen Wende von 1989/90 und der Neugründung des Freistaates übernahm Sachsen, wie alle neuen Bundesländer, die gängige Struktur des Bildungs- und Forschungswesens der Bundesrepublik Deutschland. Nun begannen - aus Gründen der Kosteneinsparung - ein massiver Personalabbau in den sächsischen Bildungs- und Forschungseinrichtungen und umfassende Schulschließungen im ländlichen Raum.

Auf der Grundlage des Sächsischen Hochschulerneuerungsgesetzes von 1991 wurden das Leipziger Institut für Literatur, die Leipziger Deutsche Hochschule für Körperkultur (Sporthochschule) und die Meißner Landwirtschafts-Hochschule geschlossen. Im selben Jahr nahm die sächsische Fachhochschule für Öffentliche Verwaltung und Rechtspflege (die Meißner "Fachhochschule der Sächsischen Verwaltung" für die Ausbildung im gehobenen allgemeinen Verwaltungsdienst) ihre Tätigkeit auf.

Im Jahr 1992 wurden alle Fach- und Ingenieurschulen sowie Pädagogischen Hochschulen Sachsens geschlossen. Seit Verabschiedung des Hochschulstrukturgesetzes von 1992 bestehen im Freistaat Sachsen noch 4 Universitäten (Dresden, Leipzig, Chemnitz und Freiberg), 4 Kunsthochschulen (je zwei in Leipzig und Dresden) und 5 Fachhochschulen für Technik und Wirtschaft (Leipzig, Dresden, Mittweida, Zittau/Görlitz und Zwickau). Hinzu kam im Jahr 1992 die in freier Trägerschaft betriebene Leipziger Handelshochschule.

Der Landesverein Sächsischer Heimatschutz nahm im Jahr 1990 seine im Jahr 1949 unterbrochene Tätigkeit wieder auf.

Die im Jahr 1998 im Kloster St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau ausgerichtete 1. Sächsische Landesschau war die erste große Ausstellung zu herausragenden Aspekten sächsischer Geschichte.

Im Jahr 2001 eröffnete - als erste Bildungseinrichtung dieser Art in den neuen Bundesländern - das Meißner Landesgymnasium St. Afra, ein vom Freistaat getragenes europa-offenes Gymnasium für Hochbegabte.

Seit 2003 besteht die Dresden International University (DIU), eine eigenständige, über Studiengebühren finanzierte private Elite Universität. Gründungsrektor war Prof. Dr. Kurt Biedenkopf, der erste Ministerpräsident Sachsens nach der politischen Wende.



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