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Festung Königstein (ehem. Sächsische Landesfestung im Elbsandsteingebirge)

Festung Königstein - Teleobjektiv-Aufnahme von der Basteiaussicht

Bild: Nordseite der Festung Königstein, mit Teleobjektiv von der Basteiaussicht (bei Rathen) aufgenommen (rechts die Georgenburg, in der Mitte rechts die Magdalenenburg und links auf der Mauer die Friedrichsburg)


In der Vorderen Sächsischen Schweiz - etwa 15 km südöstlich der Stadt Pirna und etwa 35 km südöstlich von Dresden - steht auf einem Tafelberg (361 m ü. NN) etwa 240 m hoch über dem Elbstrom die Festung Königstein. Mit einer Größe von etwa 9,5 ha, einer Länge von 550 m und einer Breite von bis zu 310 m ist sie eine der größten Festungen Deutschlands. Ihre Mauern sind 36 bis 42 m hoch. Der Rundgang entlang der Ringmauer misst 1,7 km.
Aussicht von der Festung Königstein nach Nordosten zum LiliensteinDie zu den bedeutendsten wehrgeschichtlichen Freilichtmuseen Europas gehörende Festung lädt zur Besichtigung von Festungsbauten und militärischen Ausstellungen ein, aber auch zu einem Spaziergang entlang der Brustwehr, von der sich eine großartige Aussicht auf das Elbtal, den 240 m tiefer fließenden Elbstrom, die einzigartigen Felsgebilde des Elbsand­steingebirges sowie bis zur fernen Stadt Dresden, auf die Höhen des Osterzgebirges und auf die Ausläufer des Lausitzer Berg­landes und des Böhmischen Mittelgebirges bietet. Die "Königsnase" an der Ostspitze der Festung gehört zu den schönsten Aussichts­punkten der Sächsischen Schweiz.

Bild: Aussicht von der Festung Königstein nach Nordosten über das Elbtal zum Lilienstein


Festung Königstein - Plan
A - Aufzug
AKa - Alte Kaserne
AZ - Altes Zeughaus
Ba I ... Ba VIII - Batterie I bis VIII
- Bäckereikasematten
BEP - Blitzeichenplateau
Br - Brunnenhaus
BuE - ehem. Burgeingang
FLa - Friedenslazarett
Flesche - Pfeilschanze
FrB - Friedrichsburg
GaSt - Gaststätte
Gb - Georgenburg
Gba - Georgenbastion
Gk - Garnisonskirche
GM - Geschossmagazin
       (ehem. Pulvermagazin II)
GSch - Grabenschere
HeE - Hempels Eck
HR - Hornravelin
KaB - Kaserne B
Kk I ... Kk IV - Kriegskaserne I bis IV
KLa - Kriegslazarett
Ko - Kommandantenhaus
KöN - Königsnase
KPM - Kriegspulvermagazin
Mb - Magdalenenburg
MBa - Mannschaftsbaracke
NÄW - Niedere Werke
NZ - Neues Zeughaus
PeK - Pestkasematte
PZi - Parkzisterne
- Wachturm Rösschen ("Hungerturm")
RoBr - Rothe Brücke
Sch - Schatzhaus
SchK - Schatzkasematte
Schu - Artillerieschuppen
Stu - Horn mit Seigerturm
SW - Streichwehr
To - Torhaus
WSt - Hauptwache und
        Kommandantenpferdestall
ZoE - Zobels Eck

Information
Festung Königstein gGmbH, 01824 Königstein    www.festung-koenigstein.de
Öffnungszeiten: Apr-Okt  9-18 Uhr, Nov-März  9-17 Uhr (Einlass bis 1 Stunde vor Schließung)
Personenaufzug (ganzjährig) und Panoramalift (Apr-Okt)
Audioguide (Deutsch/Engl./Franz./Ital./Span./Russ./Poln./Tschech./Jap.)
Thematische Führungen (u. a. durch die Festungskeller und Kasematten)
Museumsshop, Gastronomie und Imbiss während der Öffnungszeiten (u. a. Offizierskasino, Festungsbäckerei, Erlebnisrestaurant "In den Kasematten")

www.festung.com - Erlebnisrestaurant "In den Kasematten" - Erleben Sie eine kulinarische Zeitreise im unterirdischen Felslabyrinth der Festung Königstein

Ausstellungen: Altes Zeughaus (Geschichte des sächs. Zeugwesens - Militärhist. Museum), Neues Zeughaus (Militärhist. Museum), Schatzhaus (Aus der Geschichte des Schatzhauses), Brunnenhaus (Geschichte des Festungsbrunnens, Schauvorführungen), Garnisonskirche (Mai bis Okt. geöffnet), Georgenburg (Baugeschichte, Geschichte des Staatsgefängnisses), Geschossmagazin (Lapidarium), Kommandantenpferdestall (Zustand um 1900), Kranichkasematte (Geschichte des Aufzuges/Liftes), Magdalenenburg (Fasskeller mit modernem Nachbau des Riesenweinfasses, Modelle zur Festungsgeschichte) u. a.

2 Ferienwohnungen (ganzjährig) im Brunnenhaus



Festung Königstein - Wegeplan Lage: ca. 35 km südöstlich von Dresden
Anreise: A17 bis Abfahrt Pirna, dann B172, ab Parkplatz zu Fuß oder mit Bus,
S-Bahn-Linie Dresden-Schöna, Haltestelle Königstein,
Bus-Linie Pirna-Königstein,
Schifffahrt Dresden-Bad Schandau, Haltepunkt Königstein
Fußweg von Stadt Königstein: ca. 30 min (steiler Aufstieg)



Auf dem Tafelberg Königstein stand eine ursprünglich zum Königreich Böhmen, dann zu Kursachsen gehörende mittelalterliche Burg. Diese und die erste Kapelle auf dem Königstein dürften in der Zeit um 1200 entstanden sein. Zwischen 1539 und 1541 wurde die Burg zu einer Festung ausgebaut. Ab 1589 erfuhr der nun zur Landesfestung erhobene Königstein wesentliche Erweiterungen und nahm in weiten Bereichen schon annähernd sein heutiges Aussehen an. Zu den ältesten Bauwerken der Festung gehören die um 1619 aus der spätgotischen Kaiserburg umgebaute Georgenburg und die um 1676 aus der alten Burgkapelle umgebaute Garnisonskirche (siehe Aus der Geschichte der Festung Königstein).

Zu den vielen prominenten Besuchern der Sächsischen Landesfestung zählen Zar Peter I. von Rußland (Juni 1698 und November 1712), König Friedrich Wilhelm I. von Preußen (Januar 1728, zusammen mit Sohn Friedrich - später Friedrich der Große genannt) und Kaiser Napoleon Bonaparte (Juni 1813). (Nach Napoleons Gemahlin Luise, die im Jahr 1812 zu Gast war, ist der Luisenweg benannt.)

Die niemals eroberte oder zerstörte Festung Königstein diente den Sächsischen Kurfürsten und Königen als sichere Zufluchtsstätte. In Krisenzeiten wie im Jahr 1706 (im Nordischen Krieg), im Siebenjährigen Krieg (1756-1763), im Jahr 1813 (im Napoleonischen Krieg) und im Zweiten Weltkrieg verwahrte man Teile des Staatsarchivs und der Dresdner Kunstsammlungen in den Gebäuden und Kasematten der Festung. Sie diente aber auch als Sächsisches Staatsgefängnis und wurde deshalb mitunter "Sächsische Bastille" genannt. Das (allerdings unvollständige) Gefangenenverzeichnis der Festung nennt für die Zeit zwischen 1591 und 1922 die Lebensdaten und Vergehen von 993 Häftlingen.

Noch bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war die mit mehr als 30 Bauwerken ausgestattete Sächsische Landesfestung ein selbstständiger militärischer Gutsbezirk mit eigenen Justizorganen, einer eigenen Kirche, mit Friedhof, Schule, Standesamt, Marktrecht und mehreren Gewerken.

Heute ist die Festung nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel in der Sächsischen Schweiz, sondern auch Veranstaltungsort für Feiern und Events. Im Rahmen des Internationalen Militärmusikfestes spielten im Juni 2004 zahlreiche Militärkapellen aus dem In- und Ausland auf der Festung. Die Garnisonskirche ist Ort regelmäßiger Musikveranstaltungen. In der Vorweihnachtszeit lädt die Festung zum historisch-romantischen Weihnachtsmarkt "Königstein - Ein Wintermärchen" ein. Die Friedrichsburg steht auch für private Feiern zur Verfügung. Sie bietet z. B. ein reizvolles Umfeld für Eheschließungen (anzumelden über das Standesamt der Stadt Königstein). Im Erlebnisrestaurant "In den Kasematten" warten zu besonderen Anlässen auch historische Persönlichkeiten auf. Im Museums-Shop kann man Souvenirs ebenso wie kostbare Stücke aus Meissener Porzellan® erwerben, auf dem Festungsmarkt an der Mannschaftsbaracke darüber hinaus zahlreiche sächsische Handwerksprodukte.

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