Dresden und Sachsen
Inhalt
Landkarte
Einführung
Geschichte
Dresden
Dresdner Umland
Oberlausitz

Links
Angebote
Buch, CD
Impressum

Copyright

Texthinweis Landeskundlicher Reiseführer
StartseiteDresdner Umlanddresden-und-sachsen.de
Dresdner Umland
   Radeberg, Schloss Klippenstein

Stadt Radeberg
Lage: etwa 13 km nordöstlich vom Dresdner Stadtzentrum, Ostrand der Dresdner Heide (am Zusammenfluss von Großer und Schwarzer Röder)
Merkmale, Sehenswürdigkeiten: Burg/Schloss Klippenstein (1289 ersterwähnt, 1546 umgebaut), Stadtkirche (1486-1498, Umbau 1730 und 1889, barocke Kanzel aus der Zeit um 1730), Rathaus (1767-1769, drittes Stockwerk von 1822), barocke und klassizistische Bürgerhäuser (z.B. neben dem Rathaus ein zweigeschossiges Wohnhaus von 1741 mit Mansardendach), Hospitalbrücke (1764, älteste Brücke der Stadt), Reste der alten Stadtmauer an der Schlossstraße, nahebei die Schlossmühle (1349 erstmals erwähnt), traditionsreiche Exportbierbrauerei (1885 aus der Aktienbrauerei "Zum Bergkeller" von 1872 hervorgegangen)
Aus der Geschichte: um 1200: Rodungen am Fluss Röder ("Rade") durch deutsche Kolonisten, Bau einer Wehranlage mit einem Burgfried auf einer Felsenklippe an der Röder (am Eingang des Hüttertales) auf Geheiß von Markgraf Dietrich (reg. 1195-1221), 1219: urkundliche Erwähnung eines Meißner Domherrn "Werner von Radeberg", 1233: erste urkundliche Erwähnung des Ortes Radeberg, 1289: erste urkundliche Erwähnung der Burg (Grenzfeste an der damaligen Grenze der Mark Meißen zu Böhmen) als castrum Radeberch, 1344: urkundliche Erwähnung als Stetchin (Kleinstadt), 1412: Stadtrecht, 1430: große Zerstörungen auf der Burg und in der Stadt durch die Hussiten, 1442: Back- und Braurecht sowie Ausschankrecht, die Radeberger Bürger gelangten zu Wohlstand (auch wegen der günstigen Lage der Stadt an einer Handelsstraße/Salzstraße), verheerende Stadtbrände (allein sieben zwischen 1521 und 1741) zehrten jedoch den Reichtum zum großen Teil wieder auf, 1845: Bau der Eisenbahnstrecke nach Schlesien, enormer wirtschaftlicher Aufschwung, in der Zeit der DDR: bedeutende Industriestadt (Möbel-, Fahrzeug- und Computerindustrie, die Firma ROBOTRON war führender EDV-Anlagenhersteller der DDR)
www.radeberg.de     www.bierstadt-radeberg.de

Schloss Klippenstein in Radeberg
Schloss Klippenstein
Lage: auf einem Kegel aus Lausitzer Granit im Nordosten Radebergs am Eingang des Landschaftsschutzgebietes Hüttertal
Bauzeit: 1543-1546
Merkmale: Dreiflügelanlage mit einem Innenhof, Vorburg, Ringmauer, Schlossteich, einige Mauerreste aus der Zeit vor 1543
Aus der Geschichte: 1289: erste urkundliche Erwähnung, 1543-1546: Umbau der am Rande des herrschaftlichen Jagdgebietes Dresdner Heide gelegenen Burg in ein Jagdschloss auf Geheiß von Herzog Moritz (ab 1547 Kurfürst Moritz von Sachsen), nach 1648: Wallgraben beseitigt, Schlossgraben im 18. Jahrhundert fast vollständig versandet, 1715-1810: Nutzung des Eulenturms als Gefängnis ("Hungerturm"), bis 1772: weitere bauliche Veränderungen, 1856-1952: Sitz des Gerichtsamtes, 1953: Einrichtung eines Heimatmuseums in einigen Räumen der Hauptburg, 1993: Übergang in das Eigentum der Stadt Radeberg, Gründung des Vereins Schloss Klippenstein e.V., Beginn einer umfassenden Sanierung
Museum: archäologische Sammlung, Exponate zur Baugeschichte der Schlossanlage, Ausstellung zur Geschichte des Amtes Radeberg, Stadt- und Industriegeschichte Radebergs, Sonderausstellungen, Kammerkonzerte, Lesungen, Vorträge
www.schloss-klippenstein.de

Radeberger Umgebung
Wander- und Erholungsgebiete (wellige Rücken der Lausitzer Granitplatte): Dresdner Heide, Seifersdorfer Tal (Naturschutzgebiet, romantischer Landschaftspark von 1781 mit viel schöner Gartenarchitektur wie Säulen, Statuen, Steinbänken, Tempelruinen und Denkmalen), Schloss Seifersdorf (um 1530 als Wasserschloss gegründet, 1822 nach Plänen des berühmten preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel zu einem der frühesten neogotischen Bauwerke Sachsens umgebaut, recht exotisch anmutend, heute unter Denkmalschutz), Hüttertal (Tal der Röder, stellenweise eng und felsig, seit 1954 Landschafts- und Vogelschutzgebiet, Hüttermühle (um 1590 erstmals erwähnt) als beliebtes Wanderziel



  nach oben | Dresdner Umland

Landeskundlicher Reiseführer