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| Stadt Tharandt & Tharandter Wald |
Stadt Tharandt
Lage: südwestlich von Dresden, malerisch in drei engen Tälern (eines davon das Tal der Wilden Weißeritz) gelegen
Merkmale: beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen durch den Tharandter Wald, die herrlichen Rotbuchenwälder an den Tharandter Hängen wurden schon von den Dresdner Romantikern des 19. Jahrhunderts gepriesen, am Tharandter Marktplatz beginnt ein 6,5 km langer Naturlehrpfad zum Burgberg und zum Kienberg (frühgeschichtliche Wehranlage) und dann an Cottas Grab vorbei zurück nach Tharandt-Badetal (Mineralbad von 1793, heute Institut für Forstwissenschaft der Technischen Universität Dresden), Forstbotanisches Museum: im Schweizerhaus (1842, Gebäude im Schweizerhausstil) eingerichtet, Ausstellung zur Biologie der Bäume, zu Problemen der Forstwirtschaft und zur Geschichte des Forstbotanischen Gartens
Aus der Geschichte: 1457: erste urkundliche Erwähnung, 1609: Erteilung des Stadtrechts, bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts: Ortsname "Granaten" (Granatapfel im herrschaftlichen Wappen, der Name könnte aber auch auf Funde von Halbedelsteinen in der Gegend zurückzuführen sein), Name "Tharandt" von der um 1200 gegründeten (1216 erstmals erwähnten) Burg Tarant abgeleitet (Oberburg = Grafensitz, Unterburg = Vogtsitz), 1473: Umbau der Burg in ein Schloss (Architekt: Arnold von Westfalen), um 1580 zerstört (seitdem eine malerische Ruine hoch oben auf einem Bergsporn des Burgberges), 1626-1629: Bau der Bergkirche zum Heiligen Kreuz auf den Resten der Unterburg (Innenausstattung: aus Holz geschnitzte spätgotische Kreuzigungsgruppe aus der Zeit um 1500 mit einem Renaissance-Rahmen), 1866: Bau des recht orientalisch anmutenden Tharandter Schlosses neben der Kirche
www.tharandt.de |
Forstbotanischer Garten
etwa 2.000 Gehölzarten und -varietäten sowie zahlreiche Arten von Waldgräsern und anderen Waldbodenpflanzen, gehörte zu der von Johann Heinrich Cotta (1763-1844, "Vater der Deutschen Forstwissenschaft") im Jahr 1811 gegründeten Forstlehranstalt (ab 1816 Königlich-Sächsische Forstakademie), 1951 zu dem etwa 18 ha großen Forstbotanischen Garten erweitert, heute zur Technischen Universität Dresden (Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften) gehörend, Bronzebüste Heinrich Cottas (1851, Ernst Rietschel) im Forstbotanischen Garten, Grab Cottas südlich des Forstbotanischen Gartens in der Nähe des Aussichtspunktes Heinrichseck (war der Lieblingsplatz von Heinrich Cotta), 1998: Neuanlage des Nordamerika-Areals (42 Quartiere auf ca. 15 ha Fläche mit bisher etwa 9.500 Pflanzen aus der Vegetation Nordamerikas, darunter Mammut-, Tulpen- und Magnolienbäume)
www.forstpark.de
www.forstbotanik.com
www.dendro-institut.de |
Tharandter Wald
Lage: südwestlich von Dresden am nördlichen Rand des unteren Ost-Erzgebirges zwischen der Wilden Weißeritz im Osten und dem Colmnitzbach im Südwesten
Merkmale: 60 qkm groß, Sachsens schönster Wald (besondere geologische Eigenart und Vielfalt der hier auftretenden Gesteine, Basaltkuppen, Quellwannen und Muldentäler, großer Artenreichtum des Waldes), Landschaftsschutzgebiet, von zahlreichen Wanderwegen durchzogene herrliche Mischwälder (unter der Obhut der Forstlehranstalt entwickelt), Felsen, Bachläufe, Hügel und Täler, einst ein Kurfürstlich-Königliches Forst- und Jagdrevier, heute Forst- und Erholungsgebiet, schon Kleist, Schiller und Goethe und selbst Kaiser Napoleon Bonaparte rühmten seine Schönheit, botanischer Lehrpfad durch den Tharandter Wald, Grillenburger Lichtung (eine Rodungsinsel) inmitten des Waldes mit dem Jagdschlösschen Grillenburg: gehörte zu einer Jagdsiedlung von Kurfürst August von Sachsen (reg. 1553-1586), Jagdhaus auf Weisung Augusts des Starken (Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen, reg. 1694-1733) in ein kleines Jagdschloss umgebaut, heute: forst- und jagdkundliche Lehrausstellung und Heinrich-Cotta-Zimmer
www.tharandter-wald.com
www.niederschoena.de
www.kurort-hartha.de
www.kreide-im-tharandter-wald.de (Beiträge zur Geologie des Tharandter Waldes) |
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