Startseite
Inhalt
Landkarte
Einführung
Geschichte
Dresden
Dresdner Umland
Oberlausitz

Literatur
Glossar
Register
Links
Angebote
Impressum

Copyright

Dresdner Umland
Dresdner Umland West
Elbsandsteingebirge | Festung Königstein | Moritzburg | Meißen | Stolpen | Pirna | Radebeul | Coswig, Weinböhla | Radeburg | Weinstraße | Riesa-Großenhain, Diesbar-Seußlitz | Freiberg | Nossen,Kloster Altzella | Lommatzsch | Freital, Rabenau | Tharandt | Dippoldiswalde | Gottleubatal | Dohna, Heidenau | Barockgarten Großsedlitz | Schloss Weesenstein | Müglitztal | Rammenau | Radeberg

Stadt Tharandt   Forstbotanischer Garten

  Tharandt | Tharandter Wald | Räuber Lips Tullian

Das Städtchen Tharandt (270-280 m ü. NN, ca. 2.600 Einwohner), ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen durch den Tharandter Wald, ist malerisch in drei engen Tälern - u. a. dem Tal der Wilden Weißeritz - gelegen. Die Dresdner Romantiker nannten die herrlichen Rotbuchenwälder an den Tharandter Hängen "Heilige Hallen".

Die erstmals im Jahr 1457 urkundlich erwähnte Siedlung erlangte im Jahr 1609 das Stadtrecht. Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts trug sie allerdings den Namen Granaten. Im herrschaftlichen Wappen ist ein Granatapfel enthalten. Der Name könnte aber auch auf Funde von Halbedelsteinen in der Gegend zurückzuführen sein.

Der Name Tharandt bezieht sich auf die um 1200 gegründete und im Jahr 1216 erstmals erwähnte Burg Tarant. Im Jahr 1473 baute sie der bedeutende sächsische Baumeister Arnold von Westfalen in ein Schloss um, das jedoch schon um 1580 zerstört wurde. Die malerische Ruine steht hoch oben auf einem Bergsporn des Burgberges über dem Weißeritztal. Die Burg bestand aus der Oberburg (dem Grafensitz) und der Unterburg (dem Vogtsitz). Auf den Resten der Unterburg - auf einem Vorsprung des Burgberges - wurde zwischen 1626 und 1629 die Bergkirche zum Heiligen Kreuz errichtet. Von der alten Unterburg blieben das romanische Gewölbe und das spätromanische Portal erhalten. In der Kirche ist eine um 1500 aus Holz geschnitzte spätgotische Kreuzigungsgruppe mit einem Renaissance-Rahmen zu besichtigen. Neben der Kirche steht das im Jahr 1866 gebaute, recht orientalisch anmutende Tharandter Schloss.

Am Tharandter Marktplatz beginnt ein 6,5 km langer Naturlehrpfad, der zum Burgberg und zum 355 m hohen Kienberg führt, wo Reste frühgeschichtlicher Wehranlage vorhanden sind, und dann an Cottas Grab vorbei zurück nach Tharandt-Badetal verläuft. Hier, wo heute die Gebäude des Instituts für Forstwissenschaft der Technischen Universität Dresden stehen, war im Jahr 1793 ein Mineralbad eröffnet worden.

In einem kleinen Park am Schloitzbach steht eine Postmeilensäule von 1730, die vom Tharandter Marktplatz zu diesem Ort versetzt wurde.

Forstbotanischer Garten Tharandt

In dem am Rand von Tharandt sehr schön gelegenen Forstbotanischen Garten wachsen etwa 2.000 Gehölzarten und -varietäten, darunter auch in dieser Region sehr ungewöhnliche Baum- und Straucharten, sowie zahlreiche Arten von Waldgräsern und andere Waldbodenpflanzen. Der Forstbotanische Garten gehörte zu der vom "Vater der Deutschen Forstwissenschaft" Johann Heinrich Cotta (1763-1844) im Jahr 1811 gegründeten Forstlehranstalt, aus der im Jahr 1816 die Königlich-Sächsische Forstakademie hervorging.

Der Forstgarten der Forstlehranstalt wurde im Jahr 1951 zu dem etwa 18 ha großen Forstbotanischen Garten erweitert. Heute gehört dieser, ebenso wie der Dresdner Botanische Garten, zur Technischen Universität Dresden (zur Fakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften). Das zwischen 1847 und 1849 für die Forstakademie errichtete Gebäude ist heute das Hauptgebäude des Forstwissenschaftlichen Instituts der Technischen Universität.

Die im Forstbotanischen Garten stehende Bronzebüste Heinrich Cottas ist eine Arbeit des Bildhauers Ernst Rietschel aus dem Jahr 1851.

Das Grab Cottas befindet sich südlich des Forstbotanischen Gartens in der Nähe des Aussichtspunktes Heinrichseck, des Lieblingsplatzes von Heinrich Cotta.

Seit 1998 entsteht am Rand des Forstbotanischen Gartens das neu angelegte Nordamerika-Areal. Auf etwa 15 ha Fläche (in 42 Quartieren) präsentiert sich die Vegetation Nordamerikas mit bisher mehr als 10.000 Pflanzen. Etwa 50.000 Pflanzen sind geplant, darunter Mammut-, Tulpen- und Magnolienbäume. Freunde des Forstbotanischen Gartens können Baumpatenschaften übernehmen.

Das Forstbotanische Museum ist in dem im Jahr 1842 in Tharandt gebauten Schweizerhaus, einem Gebäude im Schweizerhausstil, eingerichtet. Die Ausstellung veranschaulicht die Biologie der Bäume, die Probleme der Forstwirtschaft und die Geschichte des Forstbotanischen Gartens.


Touristinformation Tharandt, Kurort Hartha, Talmühlenstr. 11, 01737 Tharandt,  www.tharandt.de

Forstbotanischer Garten Tharandt und Forstbotanisches Museum, Am Forstgarten 1, 01737 Tharandt; etwa 2.000 Gehölz- und Straucharten auf 180.000 m² Fläche, Anfahrt über die H.-Cotta-Straße bzw. die Straße Am Forstgarten; Forstbotanisches Museum im Schweizerhaus

www.forstpark.de      www.dendro-institut.de



  Tharandt | Tharandter Wald | Räuber Lips Tullian
  nach oben