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Brühlsche Terrasse
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Albertinum (Museumsgebäude), ehem. Kurfürstliches Zeughaus
Ostfassade des Albertinums

Südseite des Albertinums
Lage: Südostecke der Brühlschen Terrasse (am Brühlschen Garten)
Bauzeit: 1884-1887 (Umbau des ehem. Kurfürstlichen Zeughauses; s. unten)
Architekt: Carl Adolf Canzler
Der Name "Albertinum" bezieht sich auf den Bauherren des Umbaus - König Albert von Sachsen (reg. 1873-1902)
Merkmale: Vierflügelbau, symmetrisch gestaltete Sandsteinfassade im Stil der italienischen Hoch-Renaissance, verschiedene Ausprägung der drei Stockwerke, kraftvolle Mittelrisalite von Figurengruppen aus Sandstein gekrönt; reicher plastischer Gebäudeschmuck bedeutender Dresdner Bildhauer: z.B. große Bronzereliefs (Robert Diez, 1909) am zweiten Obergeschoss, große allegorische Figurengruppe "Kunst" (Rudolf Hölbe) am Hauptportal, Gruppe "Herrscherruhm" (Richard König) an der Südfassade, Gruppe "Bildhauerkunst" (Robert Ockelmann) an der Ostfassade;
vom Vorgängerbau (dem Kurfürstlichen Zeughaus) blieben das Kellergewölbe, die 75 m lange zweischiffige Halle mit toskanischen Säulen im Erdgeschoss und die beiden Rustikaportale an der Westfassade erhalten
Nutzung: Galerie Neue Meister und Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden; ursprünglich: Museum und Archiv, auch sächsisches Staatsarchiv (bis zur Fertigstellung des Archivgebäudes in der Neustadt)


Eingang des Albertinums am Brühlschen Garten
Die Bombennacht im Februar 1945 hatte auch im Albertinum erhebliche Zerstörungen und Brandschäden angerichtet. Im Jahr 1953 war der gröbste Schaden beseitigt und das Dach vollständig geschlossen, so dass die III. Deutsche Kunstausstellung im Gebäude stattfinden konnte.

Renaissance-Halle im Erdgeschoss des AlbertinumsNachdem die Dresdner Kunstschätze wieder aus der Sowjetunion zurückgekehrt waren, zog im Jahr 1965 die Galerie Neue Meister in das Obergeschoss und im Jahr 1969 die Antikenabteilung der Skulpturensammlung in das Erdgeschoss ein.

Nach dem Wiederaufbau wurde im Albertinum auch das Grüne Gewölbe (die Pretiosensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen) untergebracht. Diese ist inzwischen in das wiederaufgebaute Residenzschloss umgezogen (Neueröffnung im September 2004).

Auch Teile der Skulpturensammlung (z.B. der Mittelalter-Abteilung) wechselten inzwischen an neue Standorte.
Bild: Eingang des Albertinums am Brühlschen Garten

Nordostfassade (Elbseite) des Albertinums
Reliefs an der Nordfassade des Ostflügels des Albertinums
Bilder: Nordostfassade (Elbseite) des Albertinums


Dresdner Kurfürstliches Zeughaus (Vorgängerbau des Albertinums)
Bauzeit: 1559-1563 (in der Zeit der Osterweiterung der Dresdner Stadtfestung), die Harnischkammer und das bis dahin genutzte Depot in der Franziskanerkirche reichten zu jener Zeit für das umfangreiche militärische Material des Landesherren nicht mehr aus
Architekten: Melchior Trost und Paul Buchner, Entwürfe von Caspar Voigt von Wierandt
Merkmale: eines der größten und berühmtesten Zeughäuser Europas (neben den in Venedig und Wien), gehörte zu den bedeutendsten Renaissance-Bauwerken Dresdens (neben Residenzschloss und Stallhof); ursprünglich eingeschossig, zwei Stockwerke und ein hohes Walmdach 1743-1747 von Johann Georg Maximilian von Fürstenhoff aufgesetzt; unausgeführt blieben die Pläne (um 1725) von Zacharias Longuelune für eine Erweiterung bzw. einen Neubau des Zeughauses (August der Starke hatte schon im Jahr 1712 eine Ideenskizze dazu angefertigt)

Dresdner Kurfürstliches Zeughaus im Jahr 1884
Bild: Dresdner Kurfürstliches Zeughaus im Jahr 1884 kurz vor dem Abriss (nach einem alten Foto, verändert)


Mit dem (missglückten) Sturm auf das Zeughaus am 3. Mai 1849 begann der Dresdner Maiaufstand.


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