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  Dresden − Stadtzentrum & Stadtteile

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Naturausstattung des Dresdner Südostens

Im Südosten des Dresdner Stadtgebietes geht die sandig-lehmige Niederterrasse der Elbtalweitung in die südlichen Talhänge über. In mehreren Stadtteilen dieses Gebietes blieben alte Dorfkerne erhalten, die heute durch Erhaltungssatzungen geschützt sind.

In höher gelegenen Gebieten des Dresdner Südostens besteht der Untergrund (wie sich z.B. bei Lockwitz beiderseits des Hohlen Tores zeigt) vielfach aus kreidezeitlichen Materialien (Plänerkalk, Plänermergel), die durch Sedimentation im unterturonen Meer entstanden waren. Am Trutzsch, einem sanften Hügel westlich von Lockwitz, steht sogenannter Labiatus-Pläner in einer mehr als 10 m dicken Schicht an. Der Lockwitzer Burgberg ragte (ebenso wie der Hohe Stein in Dresden-Plauen) als Klippe aus dem kreidezeitlichen Meer heraus. Die mittelturonen mergeligen Ablagerungen wurden unter anderem in den Ziegeleigruben von Torna abgebaut. Am Weg von Lockwitz (Hohles Tor) nach Sobrigau tritt kalkreicher Plänersandstein bis an die Erdoberfläche heran.

Das aus der Kreidezeit stammende kalkhaltige geologische Material wie auch die nacheiszeitlichen Lößanwehungen ließen hier in den südlichen Randlagen des Elbtales sehr fruchtbare Böden entstehen, vor allem Parabraunerden, die, wie die reichen archäologischen Funde belegen, schon seit frühgeschichtlicher Zeit landwirtschaftlich genutzt werden. Noch bis in das 20. Jahrhundert hinein gaben die Landwirte diese Flächen nur zögerlich der städtischen Bebauung preis.

Auf dem kalkreichen Boden der sonnigen, trockenen südexponierten Hänge wachsen Gräser wie Fiederzwenke und Wehrlose Trespe sowie Blütenpflanzen wie Odermennig, gelbe Sichel-Luzerne, Kronwicke, Kriechende Hauhechel, Tauben-Skabiose, Behaarter Günsel, Acker-Witwenblume, Kleiner Wiesenknopf, Grind-Flockenblume und Spurre. Kalkliebend sind auch Feldrittersporn, Kleine Wolfsmilch und Sichelmöhre.

Im Süden und Osten von Lockwitz blieben Reste eines einst sehr ausgedehnten Waldes erhalten. Von der Krähenhütte bietet sich eine herrliche Aussicht auf den Dresdner Südosten und das Elbtal zwischen Niedersedlitz und Heidenau. In der Nähe verläuft das Trockental der Malde. Im Untergrund sind hier Schmelzwasserablagerungen aus der Elsterkaltzeit sowie Schotter der Elbe und von Flüssen des Osterzgebirges zu finden.

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