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Innere Vorstädte der Altstadt
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Aus der Geschichte der Inneren Vorstädte der Altstadt Dresden
1206: urkundliche Ersterwähnung der deutschen Siedlung Dresdene (davon zu unterscheiden sind die viel ältere sorbische Siedlung Drezdzany im Neumarktbereich, die der Stadt ihren Namen gab, und das rechtselbische Altendresden - die spätere Dresdner Neustadt), Dresdene lag auf dem Areal der heutigen Inneren Altstadt (historischen Altstadt) zwischen der Elbe, dem Pirnaischen Platz, dem Dr. Külz-Ring, der Wallstraße, dem Postplatz und dem Zwingerteich in den Grenzen der einstigen Stadtbefestigung (ab 1520 nach Osten über den Neumarktbereich hinweg und noch einmal um 1590 nach Nordosten (Jungfernbastion) erweitert, 1809-1829 abgebrochen), vor der Stadtmauer entstanden Vorstadtsiedlungen mit engen Gassen und leichtgebauten kleinen Holzhäusern (schon im 15. Jahrhundert als volkreich beschrieben, in Kriegszeiten oft zerstört)
bis zum 18. Jahrhundert: Ausdehnung der Vororte, Entstehung von zwei dem Kurfürsten unterstehenden Amtsgemeinden und von 10 Ratsgemeinden:
Fischergemeinde (östlich der Stadtfestung an der Elbe)
Rampische Gemeinde (Ziegelstraße, Pillnitzer Straße und Neue Gasse)
Pirnaische Gemeinde (Grunaer Straße, Pirnaische Straße, Zinzendorfstraße)
Borngassengemeinde (Borngasse nahe dem Georgplatz)
Halbeulengassengemeinde (einseitig bebaute Halbe Gasse, Eulengasse = Bankstraße, Westseite der Bürgerwiese)
Oberseer Gemeinde (südlich des um 1500 trockengelegten Alten oder Oberen Sees, beiderseits der späteren nördlichen Prager Straße)
Poppitzer Gemeinde (Kleine Plauensche Gasse bis Rosenstraße)
Entenpfütze (Freiberger Platz)
Gemeinde "Am See" (Westufer des 1746 zugeschütteten Unteren Sees)
Fischersdorfer Gemeinde (nördlich der Annenkirche, um den Fischhofplatz bis zur Hundsgasse: Ermischstraße)
Gerbergemeinde (Gerbergasse = Theaterstraße, Palmstraße)
Viehweidegemeinde (Laurin- und Ritzenbergstraße)

Zusammenwachsen der immer volkreicheren Gemeinden zu drei Vorstädten:

Wilsdruffer Vorstadt im Westen: nach dem Wilsdruffer Tor der Stadtfestung benannt (hier verließ die Straße nach Freiberg/Nürnberg die Stadt, wegen des Flusses Weißeritz und zahlreicher Mühlgräben reich an Nutzwasser und Wasserenergie, dies förderte die Entwicklung von Gewerbe, Straßenführung wesentlich vom Fluss und den abzweigenden Mühlgräben bestimmt

Pirnaische Vorstadt im Osten: nach dem Pirnaischen Tor der Stadtfestung benannt (hier verließ die Straße nach Pirna/Prag die Stadt), Betrieb mehrerer Holzhöfe, Lehmgruben und Ziegelbrennereien

Seevorstadt (Seetorvorstadt) im Süden: nach dem Seetor der Stadtfestung benannt, durch stehende Gewässer und Staunässe geprägt, ab dem 17. Jahrhundert entstanden hier Landhäuser und größere Gartenanlagen von Dresdner Adligen und wohlhabenden Bürgern, weitgehend gewerbefrei, von einiger wirtschaftlicher Bedeutung erst seit dem Bau der Böhmischen Eisenbahn (1852)

1809-1829: Abbruch der Stadtmauer, 1835: Eingemeindung der Pirnaischen und der Wilsdruffer Vorstadt und 1892 der Seevorstadt nach Dresden, nach 1850: Entstehung der Johannstadt (östlich der Güntzstraße) und der Südvorstadt (südlich des Hauptbahnhofes) auf den immer dichter bebauten äußeren Bereichen der Vorstadtfluren (die aus dem Dorf und Vorwerk Ostra hervorgegangene Friedrichstadt im Westen hatte schon früher eine eigene Entwicklung genommen), 1874: Verabschiedung eines Bebauungsplanes für die weitere Entwicklung der Vorstädte, 1872-1875: Durchbruch der Wettiner Straße nach Westen und 1878-1880 der Grunaer Straße nach Osten als wichtige neue Ausfallstraßen der Altstadt


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