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Landeshauptstadt Dresden
Übersicht Dresden

Dresdner Museen und Ausstellungen  ( Alle Angaben ohne Gewähr ! )
-  außer Staatliche Kunstsammlungen Dresden   (s. dort)  -

Buchmuseum
Carl-Maria-von-Weber-Museum
Deutsches Hygiene-Museum
Eisenbahnmuseum
Erich-Kästner-Museum
Gedenkstätte Münchner Platz
Josef-Hegenbarth-Archiv
Kleinbauernmuseum Reitzendorf
KraftWerk - Energietechnische Ausstellung
Kraszewski-Museum
Kügelgenhaus - Museum der Dresdner Romantik
Kunsthalle im Lipsiusbau
Kunsthaus Dresden
Landesmuseum für Vorgeschichte
Leonhardi-Museum
Militärhistorisches Museum (Armeemuseum)
Museum Festung Dresden
Museen für Tierkunde, Mineralogie und Geologie (Naturhistorische Sammlungen)
Museum für Völkerkunde
Palais im Großen Garten
Heimat- und Palitzschmuseum Prohlis
PANOMETER (Panorama: Dresden im Jahr 1756)
Schloss und Park Pillnitz
Richard-Wagner-Museum
Schillerhäuschen
Schulmuseum
Stadtmuseum
Städtische Galerie
Stasi-Unterlagenbehörde
Straßenbahnmuseum
Technische Sammlungen
Universitätssammlungen Kunst+Technik
Verkehrsmuseum

Botanischer Garten
Zoologischer Garten


  Buchmuseum der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB)
Buchmuseum - Maya-Handschrift Zellescher Weg 18, 01069 Dresden (Südvorstadt), Haltestellen Nürnberger Platz oder (Bus) Staats- und Universitätsbibliothek, Tel. 0351-4677580, Fax. 4677701, www.slub-dresden.de

Das Buchmuseum ging aus dem Zimelienzimmer hervor, das Oberbibliothekar Constantin Carl Falkenstein im Jahr 1835 für die Schätze der Königlichen Öffentlichen Bibliothek eingerichtet hatte. Erhart Kästner baute zwischen 1927 und 1935 ein Buchmuseum im Japanischen Palais (dem damaligen Ort der Sächsischen Landesbibliothek) mit Dauer- und Wechselausstellungen auf. Nach der Kriegszerstörung des Palais im Februar 1945 waren die Bibliothek und das Buchmuseum bis 2002 in einem ehemaligen Kasernengebäude an der Marienallee (Albertstadt) untergebracht, bis am 14. Januar 2003 der Bibliotheksneubau der SLUB am Zelleschen Weg eröffnete.

Das Buchmuseum dokumentiert mehr als 1.000 Jahre Buchgeschichte. Zu den bedeutendsten Exponaten gehören ein Skizzenbuch von Albrecht Dürer, Vorlesungsmanuskripte Martin Luthers von 1513 bis 1516, Gutenberg-Drucke, der erste Dreifarbendruck der Welt von 1457 ("Mainzer Psalter"), Prachteinbände des kurfürstlichen Hofbuchbinders Jakob Krause (1585 gestorben) und seines Schülers Caspar Meuser (1593 gestorben) sowie Musikautographe von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi. Unter den Sondersammlungen treten die älteste deutsche Kartensammlung mit mehr als 126.000 Objekten, eine Sammlung von Drucken aus dem 15. Jahrhundert sowie eine Sammlung orientalischer und asiatischer Handschriften hervor. Das wissenschaftlich-historisch bedeutendste Objekt des Buchmuseums ist die im 13. Jahrhundert (in der nachklassischen Zeit der mittelamerikanischen Maya-Kultur) auf übertünchten Feigenbaumfasern gefertigte Maya-Handschrift (der Codex Dresdensis). Es ist das umfangreichste und am besten erhaltene von weltweit drei Exemplaren dieser bislang nur unvollkommen entzifferten Bilderschrift der Maya.

[Führungen Sonnabend 14 Uhr und Mittwoch 16 Uhr, Museumscafé, Sonderausstellungen]
  Carl-Maria-von-Weber-Museum
Landhaus Carl Maria von Webers Dresdner Straße 44, 01326 Dresden (Hosterwitz), Haltestelle (Bus) Van-Gogh-Straße, Tel./Fax. 0351-2618234, www.museen-dresden.de

In diesem typischen sächsischen Winzerhaus (Weinbauernhaus) in Hosterwitz, das damals dem Winzer Felsner gehörte, hielt sich der berühmte Komponist und Dresdner Hofkapellmeister Carl Maria von Weber (1786-1826) mit seiner jungen Frau Caroline in den Sommermonaten der Jahre 1818/19 und 1822 bis 1824 auf. Hosterwitz war damals noch ein kleines Winzerdorf fernab von Dresden. Abends wanderte der Komponist oft durch den Keppgrund bis zur Keppmühle hinauf. Auch Kollegen und Freunde waren hier bei ihm zu Gast.

In dem von Weber "Kompositionsstube" genannten Giebelzimmer des Obergeschosses entstanden Teile der Opern "Der Freischütz", "Euryanthe" und "Oberon" sowie kleinere Kompositionen wie die "Aufforderung zum Tanz". Dieses Zimmer ist heute wieder ganz nach der damaligen Mode eingerichtet. Zu den Exponaten des Museums gehören neben Notenschriften, Bild- und Textdokumenten und anderen Zeugnissen des Dresdner Wirkens des Komponisten auch dessen Stimmgabel, Siegelring und Petschaft.

[Thematische Führungen nach Vereinbarung, Kammerkonzerte, musikalisch-literarische Programme, Kinderprogramme]
  Deutsches Hygiene-Museum   [Details]
Deutsches Hygiene-Museum Lingnerplatz 1, 01069 Dresden, nahe Großer Garten, Haltestelle Deutsches Hygiene-Museum, Tel. 0351-4846400, Fax. 4846202, www.dhmd.de

Das im Jahr 1911 gegründete, europaweit einzigartige Deutsche Hygiene-Museum ist ein Museum vom Menschen und dessen Stellung in Kultur, Wissenschaft, Umwelt und Gesellschaft. Die sieben Themen der Dauerausstellung lauten: Der gläserne Mensch (Geschichte des Museums) / Leben und Sterben / Essen und Trinken / Sexualität / Erinnern, Denken, Lernen / Bewegung / Schönheit, Haut und Haar. Das Kindermuseum präsentiert eine Mitmach-Ausstellung über Aufbau und Funktionsweise der menschlichen Sinne.   (... weiter)

[Führungen (deutsch, englisch, französisch, polnisch, tschechisch), Audio-Guide, Vorträge für Erwachsene und Kinder, Sonderausstellungen zu aktuellen Themen aus Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft, Ferienprogramm, Museumscafé, Museumsshop, Familiennachmittag, Kindergeburtstag im Museum, barrierefreie Gestaltung]
  Eisenbahnmuseum Dresden
Eisenbahnmuseum Dresden Nossener Brücke (Treppe am Brückenkopf), 01187 Dresden (Plauen), Haltestelle (Bus) Zwickauer Straße, Kontakt: IG Bw Dresden-Altstadt e.V., Zwickauer Straße 86, 01187 Dresden, Tel. 0162-7838603, www.igbwdresdenaltstadt.de

Im Lokschuppen des ehemaligen Bahnbetriebswerkes Dresden-Altstadt an der Nossener Brücke sind berühmte Schnellzug-Lokomotiven vor allem der 1930er Jahre ausgestellt. Gelegentlich (bei Sonderveranstaltungen) können die Besucher im Führerstand von Dampf- und Dieselloks mitfahren. Im ehem. Sozialgebäude ist eine Ausstellung über die Geschichte des Bahnbetriebswerkes zu besichtigen.

[Führungen für Erwachsene und Kinder, auf Bestellung auch außerhalb der Öffnungszeiten, Imbiss, Souvenirverkauf, Sonderveranstaltungen mit Dampflokbetrieb (z.B. Museumsnacht-Fotoparade, Saisoneröffnung und -abschluss)]
  Erich-Kästner-Museum
Erich-Kästner-Museum Antonstraße 1, 01097 Dresden (Albertplatz, Innere Neustadt), Haltestelle Albertplatz, Tel. 0351-8045086, Fax. -8045087, www.erich-kaestner-museum.de

Der bekannte Schriftsteller Erich Kästner (1899-1974), der in seinen Büchern auch Kindheitserlebnisse in Dresden schildert, wurde nicht weit vom Albertplatz entfernt im Haus Königsbrücker Straße 66 geboren. Er wohnte im Haus Nr. 48, später Nr. 38. In der Nähe, in der Villa Augustin am Albertplatz, ist das Erich-Kästner-Museum eingerichtet. Mit seiner neuartigen Museumskonzeption "mobiles interaktives micromuseum", einer von Architekt Ruairi O'Brien im Jahr 1999 entworfenen Verschmelzung von Architektur und Kunstwerk, stellt das Museum die Persönlichkeit und das Wirken des berühmten Schriftstellers, Kabarettisten und Journalisten mittels sinnlich erfahrbarer Exponate und neuer Medienverfahren vor. Auf dem Albertplatz sind zwei Denkmäler für Erich Kästner zu sehen.

[Führungen für Erwachsene und Schüler (dt./engl.), Museumsshop, Angebote für die Dresdner Seniorenakademie "Wissenschaft und Kunst", Erich-Kästner-Museums-Festival, Lesereihen, Schreibwerkstätten]
  Gedenkstätte Münchner Platz Dresden
Gedenkstätte Münchner Platz George-Bähr-Straße 7, 01069 Dresden, Georg-Schumann-Bau der Technischen Universität Dresden, Haltestelle Münchner Platz, Tel. 0351-46331990, Fax. 46331991, www.stsg.de

In dem im Jahr 1907 errichteten ehem. Justizgebäude am Münchner Platz, das seit 1957 von der Technischen Universität Dresden unter dem Namen "Georg-Schumann-Bau" als Lehrstätte genutzt wird, befindet sich die Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen Justiz in Dresden. Die im ehemaligen Hinrichtungshof seit 1959 bestehende "Mahn- und Gedenkstätte des antifaschistischen Widerstandskampfes" erinnert an die hier zwischen 1939 und 1945 mit dem Fallbeil hingerichteten 1.069 Widerstandskämpfer. Eine Steinplatte markiert die Richtstelle. Die sechs Todeszellen im Hof blieben unverändert erhalten. Der Bildhauer Arndt Wittig schuf die Bronzegruppe der Gedenkstätte in den Jahren 1959 bis 1963. Seit 1994 wird die Einrichtung von der Stiftung "Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft" fortgeführt.

[Rundgänge am historischen Ort (Anmeldeformulare auch im Internet), Vorträge für Erwachsene und Schüler ab Klassenstufe 8, Bibliothek zum Thema Widerstand und Verfolgung sowie Erinnerungskultur, Projekttage, Betreuung von Facharbeiten, Wechselausstellungen]
  Josef-Hegenbarth-Archiv
Josef-Hegenbarth-Archiv Calberlastraße 2, 01326 Dresden (Loschwitz), Haltestelle (Bus) Calberlastraße, Kontakt: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Postfach 120551, 01006 Dresden, Tel. 0351-49142000, Fax. 49142001, www.skd-dresden.de

In dem Loschwitzer Haus, das der Dresdner Zeichner, Graphiker und Maler Josef Hegenbarth (1884-1962) ab 1923 bewohnte, befindet sich das Archiv mit dem Nachlass dieses bekannten Künstlers. Das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden hatte das Haus und den künstlerischen Nachlass im Jahr 1988 von der Witwe Johanna Hegenbarth geerbt. In der 1. Etage werden Wechselausstellungen und in der 2. Etage die ehemaligen Wohnräume und das Atelier Josef Hegenbarths sowie zahlreiche seiner Arbeiten gezeigt.

[Führungen bis max. 13 Personen nach Voranmeldung, Sonderausstellungen, Kataloge]
  Kleinbauernmuseum Reitzendorf
Kleinbauernmuseum Reitzendorf Schullwitzer Straße 3, 01328 Dresden (Ortschaft Schönfeld-Weißig), von Bühlau mit Regionalbus bis Schönfeld-Friedhof, Tel. 0351-2641783, Fax. 2641784, www.kleinbauernmuseum.de

Das im Jahr 1992 eröffnete Kleinbauernmuseum stellt mit authentisch und sehr detailgetreu eingerichteten Räumen in einem denkmalgeschützten Dreiseithof das Leben und Arbeiten der Kleinbauern der Region im 19. Jahrhundert vor.

[Gedruckter Museumsführer, Museums-Sommernacht, Erntefest und andere Veranstaltungen, unterrichtsergänzende Projekte zur Lebens- und Arbeitswelt auf dem Kleinbauernhof sowie zu historischen Handwerkstechniken, Kunstausstellungen, Lesungen, Kindergeburtstage, Familienfeiern im Museum]
  KraftWerk - Energietechnische Ausstellung
KraftWerk - Energietechnische Ausstellung Wettiner Platz 7, 01067 Dresden (Wilsdruffer Vorstadt), Haltestelle Schweriner Straße oder Bahnhof-Mitte, Kontakt: DREWAG Stadtwerke Dresden GmbH, 01065 Dresden, Tel. 0351-8604180, Fax. 8604438, www.drewag.de

Die Ausstellung auf dem Gelände des als technisches Denkmal geschützten ehemaligen Kraftwerkes Dresden-Mitte vermittelt einen Einblick in die Geschichte der Strom-, Gas-, Fernwärme- und Wasserversorgung Dresdens. In drei Räumen des Erdgeschosses werden Exponate (darunter auch interaktive Präsentationen und historisch wertvolle Ausstellungsstücke) und Anschauungstafeln zur Entwicklung der städtischen Stromversorgung von 1895 bis heute und im Obergeschoss eine Multimediashow zur Geschichte der Gasversorgung Dresdens gezeigt.

[Führungen, Museumsshop, Museumsführer, Multimediashow]
  Kraszewski-Museum
Kraszewski-Museum Nordstraße 28, 01099 Dresden (Antonstadt), Haltestelle Nordstraße oder Alaunplatz, Tel./Fax. 0351-8044450, www.museen-dresden.de

Das Kraszewski-Museum ist dem polnischen Schriftsteller Józef Ignazy Kraszewski (1812-1887) gewidmet, der ab 1863 in Dresden lebte (von 1873 bis 1879 in dieser Villa an der Nordstraße 28). Wegen seiner Teilnahme am polnischen Aufstand von 1863 war er zum Tode verurteilt, dann aber begnadigt und des Landes verwiesen worden. In Dresden fand er eine neue Heimat. Hier schrieb er unter anderem die berühmte Sachsentrilogie: "Gräfin Cosel" (1874), "Brühl" (1875) und "Aus dem Siebenjährigen Krieg". Mit einem Gesamtwerk von 600 Büchern gehört er zu den produktivsten Schriftstellern der Welt, leistete aber auch eine bedeutende wissenschaftliche und politische Arbeit. Das Museum beschreibt die Stationen seines Leben und informiert außerdem über die sächsisch-polnischen Beziehungen in der Geschichte: So kämpften Sachsen und Polen Seite an Seite in dem im Jahr 1683 siegreich beendeten Türkenkrieg und Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen (August der Starke) und sein Sohn, Kurfürst Friedrich August II. von Sachsen, regierten auch als Könige August II. bzw. III. von Polen. Sonderausstellungen des Museums widmen sich dem heutigen polnischen Lebensalltag.

[Thematische Führungen nach Vereinbarung, Museumskatalog, Ferienprogramme, musikalisch-literarische Programme, Konzerte (auch im Garten), Schüler- und Kinderveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Bibliothek, Café, Gästewohnung]
  Kügelgenhaus - Museum der Dresdner Romantik
Kügelgenhaus Hauptstraße 13, 01097 Dresden (Hauptstraße, Innere Neustadt), Haltestelle Neustädter Markt oder Albertplatz, Tel./Fax. 0351-8044760, www.museen-dresden.de

In dem am Ende des 17. Jahrhunderts gebauten "Gottessegenhaus" ("Kügelgenhaus") an der Neustädter Hauptstraße bewohnte der bekannte Porträt- und Historienmaler Gerhard von Kügelgen (1772-1820) mit seiner Familie ab 1808 das zweite Obergeschoss. Seit 1981 ist hier im Haus, wo einst zahlreiche Künstler der Romantik zu Gast waren, im ersten Stock das Museum der Dresdner (Früh-) Romantik mit Kunstwerken und historischen Sachzeugen eingerichtet. Die neun thematisch gestalteten Räume widmen sich einer bedeutenden Epoche der Dresdner Kultur- und Kunstgeschichte des 18./19. Jahrhunderts. Auch der bedeutende Dresdner Kunstmäzen Christian Gottfried Körner (1756-1831) und dessen Künstlerkreis werden vorgestellt, ebenso Caspar David Friedrich und Heinrich von Kleist. Ein Bereich des Museums ist der historischen Entwicklung der Inneren Neustadt bis zur Gegenwart gewidmet.

[Thematische Führungen nach Vereinbarung, Vorträge, Museumskatalog, Kammerkonzerte, musikalisch-literarische Programme, Kinderprogramme]
  Kunsthalle im Lipsiusbau
Kunsthalle im Lipsiusbau Brühlsche Terrasse, 01067 Dresden (Ausstellungsgebäude an der Brühlschen Terrasse), Haltestelle Synagoge, Kontakt: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Postfach 120551, 01006 Dresden, Tel. 0351-49142000, Fax. 49142001, www.skd-dresden.de

Das im Jahr 1895 fertiggestellte, nach seinem Schöpfer auch "Lipsiusbau" genannte Ausstellungsgebäude des Sächsischen Kunstvereins bestimmt mit seiner auch "Zitronenpresse" genannten gläsernen Kuppel die Silhouette der Dresdner Altstadt wesentlich mit. Nach der Kriegszerstörung im Februar 1945 und einer Teilrekonstruktion in der Zeit der DDR blieb das Gebäude ungenutzt. Seit dem Wiederaufbau in den 1990er Jahren stehen der große Saal und seine Seitenkabinette nun für Ausstellungen wie z.Z. "Der Blick auf Dresden" zur Verfügung.

[Führungen, Vorträge]
  Kunsthaus Dresden
Kunsthaus Dresden Rähnitzgasse 8, 01097 Dresden (Innere Neustadt), Haltestelle Palaisplatz oder Albertplatz, Tel. 0351-8041456, Fax. 8041582, www.kunsthausdresden.de

Dieses städtische Zentrum für Gegenwartskunst ging aus der im Jahr 1981 gegründeten "Galerie Rähnitzgasse" hervor. Das aus dem frühen 18. Jahrhundert stammende Haus war bis 1990 Ausstellungsort für Kunstwerke zumeist Dresdner Künstler und diente auch als Jury-Sitz für die IX. und X. Kunstausstellung der DDR. Seit den 1990er Jahren befassen sich Wechselausstellungen mit der aktuellen internationalen und regionalen Gegenwartskunst und ihrem gesellschaftlichen Bezug.

[Führungen (engl., spanisch), Workshops, Filme, Vorträge, Diskussionen, thematische Buchhandlung zu Politik, Pop, Architektur, Kunst und Kunsttheorie, Ausstellungskataloge, Ausstellungsbegleitprogramme]
  Landesmuseum für Vorgeschichte
Landesmuseum für Vorgeschichte Palaisplatz 11, 01097 Dresden (Japanisches Palais, Innere Neustadt), Haltestelle Palaisplatz, Tel. 0351-8926603, Fax. 8926604, www.archaeologie.sachsen.de/lmv/

Der Name des Japanischen Palais, des "Porzellanschlosses" Augusts des Starken, erinnert an die einst hier untergebrachte kurfürstlich-königliche Sammlung von chinesischem und japanischem Porzellan. Darauf verweisen auch die pagodenähnlichen Dachaufsätze des Gebäudes und die "Chinesen-Hermen" im Eingangsbereich und im Innenhof. Ab 1786 war unter anderem die kurfürstliche archäologische Sammlung im Haus eingerichtet, zu der im Jahr 1853 die archäologische Sammlung von Benjamin Preusker hinzu kam. Seitdem bereichern immer neue archäologische Funde aus mehr als 250.000 Jahren Geschichte, vor allem sächsische Funde, den Museumsbestand, so auch seit 2003 der "Adonis von Zschernitz", die älteste männliche Tonplastik Europas. Sonderausstellungen zur Archäologie und Geschichte Sachsens und anderer europäischer Regionen ergänzen die Dauerausstellung.

[Führungen, Vortragsreihen, Veranstaltungen für Schulklassen, Ferienprogramm, Museumsshop, Kataloge, Publikationsreihe des Landesamtes für Archäologie Sachsen, Ausstellungsreihe "Zu Gast im Japanischen Palais" mit zeitgenössischer Kunst]
  Leonhardi-Museum
Leonhardi-Museum Grundstraße 26, 01326 Dresden (Loschwitz), Haltestelle Körnerplatz (Bus, Standseilbahn, Schwebebahn), Tel. 0351-2683513, Fax. 2633347, www.leonhardi-museum.de

Der Tintenfabrikant, Landschaftsmaler und Kunstförderer Eduard Leonhardi (1828-1905), ein Schüler des bekannten Malers der Romantik Ludwig Richter, erwarb dieses einst "Rote Amsel" und ab 1785 Hentschel-Mühle genannte Loschwitzer Fachwerkhaus, eine alte Wassermühle, im Jahr 1879 als Atelier für junge Künstler. Die prächtig bemalten und mit Sinnsprüchen, Plastiken und Bildnissen geschmückten Fassaden wurden von Charles Palmié gestaltet. Von 1885 bis Anfang der 1960er Jahre war im Haus eine Galerie mit Bildern Leonhardis eingerichtet. Das Leonhardi-Museum besteht seit 1905. Seit 1963 richten Künstlergruppen hier Wechselausstellungen von Kunstwerken meist junger Künstler aus. Heute nutzt die Städtische Galerie das Haus für Ausstellungen vorwiegend zeitgenössischer sächsischer Kunst und für eine Dauerpräsentation von Bildern Eduard Leonhardis.

[Führungen für Erwachsene und Schulklassen zur Geschichte des Hauses, zu Eduard Leonhardi und zu den aktuellen Ausstellungen, Museumsshop, Vorträge, Kataloge, Aufführungen von zeitgenössischer Musik und Jazz, Kunstgespräche, Lesungen]
  Militärhistorisches Museum der Bundeswehr (Armeemuseum)   [Details]
Armeemuseum - U-Boot Brandtaucher Olbrichtplatz 2, 01099 Dresden (Albertstadt), Haltestelle Stauffenbergallee/Militärhistorisches Museum, Tel. 0351-8232803, Fax. 8232805, www.mhm.bundeswehr.de

Das im ehem. Arsenal des sächsischen Militärs seit 1897 eingerichtete Militärhistorische Museum sammelt, erforscht und präsentiert Objekte der deutschen Militärgeschichte aller Epochen. Das Hauptgebäude wurde kürzlich nach Plänen des bekannten Architekten Daniel Libeskind zu einem der größten militärhistorischen Museen Europas ausgebaut. Neben den zwei Dauerausstellungen "Hinterlassenschaften aus fünf Jahrhunderten" und "Deutsche Militärgeschichte 1945-1970" gibt es wechselnde Sonderausstellungen wie z.B. "Dresden und das Militär" zu sehen. Auf der Festung Königstein unterhält das Museum die Ausstellungen "Festungsbau und Militärgeschichte" und "Geschichte des sächsischen Zeugwesens". Zu den bekanntesten Ausstellungsstücken gehören das "Faule Magd" genannte Stabring-Geschütz (Rohr um 1450) und das erste deutsche U-Boot "Brandtaucher". (... weiter)

[Führungen, auch auf der Festung Königstein und auf dem Binnen-Minensuchboot "Atlantis" im Alberthafen (nach Anmeldung), Museumsshop, Kataloge, Vortragsreihe zur deutschen Militärgeschichte]
  Museum Festung Dresden   [Details]
Museum Festung Dresden Georg-Treu-Platz, 01067 Dresden (Altstadt, Brühlsche Terrasse), Haltestelle Synagoge, Tel./Fax. 0351-49149786, www.schloesser-dresden.de

Unter der Brühlschen Terrasse sind steinerne Reste der in der Zeit der Renaissance gebauten Dresdner Stadtfestung zu sehen, darunter das letzte erhaltene Stadttor und die älteste erhaltene Steinbrücke Dresdens, außerdem Wachstuben, Geschützhöfe, Wehrgänge, Wendelsteine und die vom Dresdner Renaissance-Baumeister Paul Buchner (1531-1607) geschaffenen Kasematten. (... weiter)

[Führungen für Gruppen und Schulklassen (nach Vorbestellung), Audio-Guide (dt./engl./japan.), Museumsshop, Publikationen, Kurzführer, Familienangebote zu Halloween]
  Museum für Tierkunde, Museum für Mineralogie und Geologie (Naturhistorische Sammlungen)   [Details]
Museum für Tierkunde Palaisplatz 11, 01097 Dresden (Japanisches Palais, Innere Neustadt), Haltestelle: Palaisplatz, Tel. 0351-8926326, Fax. 8926327, www.snsd.de

Die Dresdner Naturhistorischen Sammlungen gingen aus der im Jahr 1560 gegründeten Kurfürstlichen Kunstkammer hervor und gehören somit zu den ältesten Sammlungen ihrer Art in der Welt. Im Jahr 1728 ließ August der Starke mit den naturkundlichen Objekten der Kunstkammer ein naturhistorisches Museum im Dresdner Zwinger einrichten.

Das Dresdner Tierkunde-Museum ist heute mit seinen ca. 6,5 Mio. Objekten, darunter zahlreichen wertvollen Präparaten ausgestorbener Tierarten wie dem Beutelwolf oder der Steller'schen Seekuh, das drittgrößte Naturkundemuseum Deutschlands (nach den Museen in Berlin und Frankfurt/Main). Im Kavaliershaus am Jagdschloss Moritzburg betreibt das Museum die Ausstellung "Teich & Tier" mit anschaulichen szenischen Darstellungen dieses Lebensraumes. (... weiter)

[Führungen, Vorträge, Ferienprogramm, Museumscafé, Museumsshop, Ausstellungs-Kurzführer, Projektangebote, Exkursionen]
  Museum für Völkerkunde Dresden
Museum für Völkerkunde Palaisplatz 11 , 01097 Dresden (Japanisches Palais, Innere Neustadt), Haltestelle: Palaisplatz, Tel. 0351-8926202, Besucherservice 8144814 oder 8144860, Fax. 8144888, www.voelkerkunde-dresden.de

Das Museum für Völkerkunde Dresden ging aus der im Jahr 1875 vom Mediziner A. B. Meyer gegründeten ethnographischen Abteilung des Naturhistorischen Museums hervor. Später wurde diese Abteilung zum Königlichen Ethnographischen Museum erhoben. Die ältesten Objekte der Sammlung stammen aus der im Jahr 1560 gegründeten Kurfürstlichen Kunstkammer wie z.B. eine Serie graziler Elfenbeinlöffel aus dem Königreich Benin, die Kurfürst Christian I. von Sachsen im Jahr 1590 auf der Leipziger Messe erwarb.

Der sächsische Hof erhielt zahlreiche wertvolle Schenkungen wie z.B. im Jahr 1668 eine Schamanentrommel der Sami vom Herzog von Holstein, im Jahr 1885 einen Federmantel kalifornischer Indianer vom mexikanischen Gesandten General Lopez Uraga, im Jahr 1889 Objekte aus dem afrikanischen Königreich der Bakuba vom königlich-sächsischen Stabsarzt Ludwig Wolf, außerdem Zeremonienobjekte eines Zauberpriesters (der ehemalige Besitzer Ingenieur Georg Meissner war Tabakplantagenverwalter auf Sumatra und hatte eine Expedition zu den Batak im Inneren Nordsumatras ausgerüstet) und etwa 1.000 Objekte aus Indonesien wie Messer, Lanzen, einen unikaten Zauberstab, das älteste bekannte Exemplar eines rituellen Kopfschmucks der Frauen auf der Insel Enggano, Waffen, javanische Manuskripte und Zoologica von dem aus Dresden stammenden Generalleutnant der niederländisch-ostindischen Kolonialarmee Wolf Curt von Schierbrand. Der aus Papageien- und Hühnerfedern beschaffene Kopfschmuck der wegen ihrer Grausamkeit berüchtigten brasilianischen Mundurucú war ein Geschenk des sächsischen Kammerherrn Freiherr Friedrich August von O'Byrn im Jahr 1871 an das "Indianische Zimmer" des Historischen Museums und befindet sich seit 1877 im Völkerkundemuseum, dessen Sammlung außerdem Porzellane, Waffen, Thronschätze, Elfenbeinschnitzereien, Federschmuck, Ahnenfiguren und vieles mehr umfasst. Im Jahr 1918 besaß das Königliche Ethnographische Museum bei seiner Umwandlung in die Staatliche Ethnographische Sammlung Sachsen schon ca. 35.000 Objekte (davon ca. 30% aus Schenkungen).

Heute umfasst die ethnographische Sammlung ca. 90.000 Objekte aus allen Teilen der Welt, darunter zahlreiche kostbare, unersetzliche Zeugnisse längst versunkener Reiche. Wechselnde Sonderausstellungen stellen eine Auswahl der Sammlung vor.

[thematische Führungen für alle Alterstufen, Vorträge, Filmvorführungen, Ausstellungsführer, Kataloge, Ferien- und Aktionsprogramme, Workshops, Lesungen, "Dresdner Teppichabende" (Vorträge über Geschichte, Technik und Klassifizierung von Orientteppichen)]
  Ausstellungen im Palais im Großen Garten
Ausstellungen im Palais im Großen Garten Hauptallee, 01219 Dresden (Palais im Großen Garten), Haltestelle Deutsches Hygiene-Museum oder S-Bahn-HP Strehlen, Kontakt: Schlösser und Gärten Dresden - Geschäftsstelle Großer Garten, Hauptallee 5 "Kavaliershaus G", 01219 Dresden, Tel. 0351-4456810, Fax. 4456833, www.schloesser-dresden.de

Die Ausstellung "Permoser im Palais" zeigt 50 Original-Skulpturen der Barockzeit (Ende 17. Jahrhundert bis Mitte 18. Jahrhundert). Es handelt sich um Arbeiten der berühmten Dresdner Barock-Bildhauer Balthasar Permoser, Johann Benjamin Thomae, Johann Christian Kirchner und Gottfried Knöffler. Die meisten Skulpturen kommen aus dem Dresdner Zwinger, andere aus sächsischen Schlossparkanlagen wie Schloss Seerhausen und vom Eliasfriedhof in Dresden (an diesen Orten sind heute meistens Kopien der Figuren aufgestellt).

[Führungen jeden So 14.30 Uhr, Gruppenführungen nach Anmeldung, Museumsshop, Sonderausstellungen, Publikationen der Sächsischen Schlösser und Gärten, Konzertreihe "Offenes Palais"]
  Heimat- und Palitzsch-Museum Prohlis
Heimat- und Palitzsch-Museum Prohlis Gamigstraße 24, 01239 Dresden (Prohlis), Haltestelle Georg-Palitzsch-Straße (Straßenbahn) oder Gamigstraße (Bus), Tel. 0351-7967249, Fax. 7967251, www.museen-dresden.de

In einem Bauernhaus aus dem Jahr 1851 eröffnete im Jahr 1988 das Heimat- und Palitzsch-Museum Prohlis. Neben der Heimat- und Ortsgeschichte und der traditionellen Handweberei in der Region ist es dem in Altprohlis geborenen Großbauern und Hobby-Astronomen Johann Georg Palitzsch (1723-1788) gewidmet, der sich in seiner Freizeit viel mit Wissenschaften, besonders Mathematik, Astronomie, Physik und Botanik beschäftigte. Auf mehreren Dresdner Gebäuden, auch dem Residenzschloss, installierte man auf seine Anregung hin Blitzableiter. Nach der Übernahme des väterlichen Grundbesitzes baute Palitzsch als einer der ersten Bauern der Region die Kartoffel an. Beim Tolkewitzer Garnhändler Christian Gärtner (dieser hatte in Leipzig das Schleifen von optischen Linsen erlernt und betrieb neben seinem Gewerbe auch den Bau von Fernrohren) erhielt Johann Georg Palitzsch im Jahr 1745 erstmals Gelegenheit, den Sternenhimmel durch ein Fernrohr zu beobachten. Im Jahr 1758 entdeckte er den wiederkehrenden Halleyschen Kometen. Im Jahr 1783 beobachtete er im Sternbild des Perseus die Lichtveränderlichkeit des Sternes Algol. Er korrespondierte mit den Akademien von Paris, London und St. Petersburg, ebenso mit Friedrich Wilhelm Herschel, der zu den bedeutendsten Astronomen seiner Zeit gehörte. Die Grabstätte von Johann Georg Palitzsch befindet sich auf dem Friedhof Leubnitz-Neuostra. Am ehemaligen Prohliser Dorfplatz steht seit 1877 das Palitzsch-Denkmal - ein Steinquader, der einen Ehrenkranz, einen Sextanten und ein Fernrohr trägt.

[Führungen nach Vereinbarung]
  PANOMETER   (Panorama: Dresden im Jahr 1756)
PANOMETER Gasanstaltstraße 8b, 01237 Dresden (Reick), Tel. 0351-8603940, www.asisi.de/de/Panometer/Dresden/Panoramaprojekt, www.asisi.de

In dem von Theodor Friedrich im Jahr 1879 gebauten und heute als Industriedenkmal geschützten Reicker Gasbehälter, der ab März 2006 eine umfassende Sanierung erfuhr, ist seit Dezember 2006 eine neue Attraktion Dresdens eingerichtet - das Panometer. Der Raumkünstler Yadegar Asisi (Professor für Architektur an der TFH Berlin) schuf hier ein monumentales, 105 m breites und 27 m hohes fotorealistisches 360-Grad-Panoramabild der Barockstadt Dresden, wie es sich im Jahr 1756 (kurz vor Beginn des Siebenjährigen Krieges, der Dresden große Zerstörungen brachte) für einen Betrachter auf dem Turm der Hofkirche geboten haben könnte.

Panorama des barocken Dresden - Asisi
Ausschnitt aus dem Panorama des barocken DRESDEN mit Besuchern auf dem 15 Meter hohen Podest (Foto © asisi)

Drei Jahrhunderte sächsische Landeshauptstadt an einem Tag


»Die Stadt Dresden scheinet gleichsam nur ein bloßes Lustgebäude zu seyen, worinnen sich alle Erfindungen der Baukünste miteinander vermischen.« Was der Gelehrte Johann Michael von Loen 1718 notierte, fixierte der Venezianer Canaletto um 1750 in 14 Veduten auf Leinwand. Heute in der Dresdner Gemäldegalerie zu bewundern, geben sie fotografisch genau das Stadtbild von Dresden in der Mitte des 18. Jahrhunderts wieder.

Wesentlich für den idealen Dresden-Blick sind das breite Elbtal mit der mächtigen Augustusbrücke und die prächtigen Großbauten entlang der Elbe. Die bedeutendsten existierten schon zur Zeit Canalettos: u.a. die Brühlschen Herrlichkeiten, Residenz mit Hausmannsturm, Hofkirche und vor allem die alles überragende, elegante Frauenkirche. Wie Perlen auf einer Schnur geben sie dem "Elbflorenz" seine weltberühmte Silhouette.

Auch Yadegar Asisi war vom Mythos der Stadt so fasziniert, dass er ihr sein DRESDEN-Panorama in der barocken Prachtarchitektur widmete. Er bereicherte das Stadtpanorama um Szenen, Anektdoten und Geschichte(n) aus der Zeit Augusts des Starken und seines kunstsinnigen Sohnes an, unter denen Dresden zu seiner barocken Blüte gelangte.

Besucher, die heute Dresden mit der berühmten, nach 1945 und 1990 wiedererstandenen Altstadt besichtigen, sollten sich einen Besuch des asisi Panoramas »DRESDEN - Mythos der barocken Residenzstadt« nicht entgehen lassen. Zwei S-Bahnstationen vom Hauptbahnhof entfernt, gewinnt der Betrachter im historischen Gasometer in Dresden-Reick eine atemberaubende - da haushohe - Rundumsicht der Barockstadt mit einer fulminanten begleitenden Ausstellung. Mit diesem Wissen ist der Besuch des heutigen Dresden umso faszinierender. Wie ein Detektiv erkundet der Besucher Kontinuitäten und Brüche im heutigen Stadtbild. Für eine kleine Stärkung sorgt das Bistro im asisi Panometer oder die zahlreichen Restaurants und Lokale in der Dresdner Alt- oder Neustadt. Verlockende Arrangements zum Panorama-Besuch mit weiteren Angeboten in der Stadt sind unter www.asisi.de im Projekt DRESDEN zu finden.

»Ein Fremder hat fast ein paar Monate zuzubringen, wenn er alles, was dieser Ort schönes und prächtiges hat, in Augenschein nehmen will« - von Loens Begeisterung lässt sich auch auf heute übertragen.

Karsten Grebe, asisi GmbH


 
  Schloss und Park Pillnitz   [Details]
Schloss und Park Pillnitz 01326 Dresden (Pillnitz), Haltestelle (Bus) Pillnitz oder Straßenbahn bis Kleinzschachwitz, dann mit der Elbfähre übersetzen, Tel. 0351-2613260, Fax. 2613280, www.schloesser-dresden.de

Die ehem. Sommerresidenz der sächsischen Kurfürsten und Könige ist die größte Schlossanlage Europas im Barock-Stil der Chinoiserien. Der auch wissenschaftlich-botanisch bedeutende Schlosspark umfasst mehr als 2.000 Gehölze und mehr als 600 Kübelpflanzen. Eine botanische Kostbarkeit ist die mehr als 230 Jahre alte Kamelie, deren Blüte von Mitte Februar bis Mitte April alljährliche große Besucherscharen anzieht. Das in den Palaisbauten eingerichtete Schlossmuseum informiert über die Geschichte der Schlossanlage und das einstige höfische Leben an diesem Ort sowie über den Stil der Chinoiserien und die barocke Fest- und Spielkultur Sachsens. Auch die Katholische Schlosskapelle ist einen Besuch wert. (... weiter)

[Gruppenführungen in Schlosspark und Schlossmuseum nach Voranmeldung (auch behindertengerechte Führungen), Museumsshop, Café im Schlosshotel, Schlossführer, dendrologischer Führer, Pillnitzer Teezeremonien (Mai bis September)]
  Richard-Wagner-Museum   [Details]
Richard-Wagner-Museum Richard-Wagner-Straße 6, 01827 Graupa, Tel. 03501-548229, www.richard-wagner-museum.de

Der berühmte Komponist Richard Wagner (1813-1883), der von 1843 bis 1849 als Hofkapellmeister in Dresden tätig war, wählte das stille, von Dresden weit abgelegene Dorf Graupa als Sommersitz. Hier entwarf er im Jahr 1846 die Oper "Lohengrin". Das im Jahr 1982 eröffnete Richard-Wagner-Museum ging aus einer hier im Jahr 1907 vom Leipziger Universitätsprofessor Max Gaßmeyer eingerichteten, "Lohengrinhaus" genannten Richard-Wagner-Gedenkstätte hervor. Das Museum zeigt frühe, um 1840 entstandene Wagner-Fotografien, Originalhandschriften und historische Orchesterinstrumente sowie weitere Zeugnisse von Wagners Dresdner Wirken zwischen 1843 und 1849. Zudem veranstaltet das Museum in regelmäßigen Abständen Sonderausstellungen und Konzerte. (... weiter)
  Schillerhäuschen   [Details]
Schillerhäuschen Schillerstraße 19, 01326 Dresden (Loschwitz), Bus 61/63/84 und Regionalbus 309/326/328 bis Haltestelle Körnerplatz, Tel. 0351/488 73-70, Fax. 0351/488 73-03 (über Stadtmuseum Dresden), www.museen-dresden.de

Auf Einladung Christian Gottfried Körners reiste Friedrich Schiller 1785 von Leipzig nach Dresden. In der Geborgenheit der Freundesfamilie genoss er die harmonische Atmosphäre der Körnerschen Weinbergbesitzung, zu der auch ein Wohngebäude gehörte. Oft zog er sich in das kleine Gartenhäuschen zurück, arbeitete am Manuskript des "Don Carlos" und vollendete die Ode "An die Freude". An diesen Aufenthalt Friedrich Schillers bei der Familie Körner erinnert das schon in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eingerichtete Schillerhäuschen in Dresden-Loschwitz. Das kleinste Museum der Stadt zeigt verschiedene Schriftstücke, einige Auszüge aus hier entstandenen Dichtungen sowie Reproduktionen zeitgenössischer Gemälde, welche dem Besucher einen Einblick in jene Zeit vermitteln. (... weiter)

  Schulmuseum Dresden
Schulmuseum Dresden Seminarstraße 11, 01067 Dresden (Friedrichstadt), Haltestelle Bahnhof Mitte, Tel./Fax. 0351-2130156, www.schulmuseum-dresden.de

Zur 800-Jahr-Feier Dresdens im Jahr 2006 eröffneten der Verein Schulmuseum Dresden e.V. und die Technische Universität Dresden gemeinsam ein Schulmuseum. Dieses auf dem Gelände des ehemaligen Friedrichstädter Lehrerseminars gelegene Museum knüpft an die bei den Bombenangriffen im Jahr 1945 zerstörten schulgeschichtlichen Sammlungen an. Es zeigt originalgetreue Schulausstattungen und Klassenzimmer-Einrichtungen bis hin zu alten Schulbüchern. Auch historische Filme werden gezeigt und das in den alten Schulbänken sitzende Publikum kann Unterricht wie zur Kaiserzeit miterleben.

[Führungen, historischer Unterricht, Filmvorführungen, Vorträge, Projekte für Schulklassen, Ferienprogramm, Klassentreffen]
  Stadtmuseum Dresden
Stadtmuseum Dresden Wilsdruffer Straße 2 (Eingang Landhausstraße), 01067 Dresden (Altstadt, Altes Landhaus an der Wilsdruffer Straße), Bus 62/75, Regionalbus 261/305/326/328/333/360/424 und Straßenbahn 1/2/3/4/7/12 bis Haltestelle Pirnaischer Platz, Tel. 0351/488 73-70, Fax. 0351/488 73-03, www.stadtmuseum-dresden.de

Das im Jahr 1891 als bürgerliches Gegenstück zu den Königlichen Kunstsammlungen gegründete Dresdner Stadtmuseum war zwischen 1910 und 1945 im Neuen Rathaus eingerichtet. Im Jahr 1966 zog es in das (nach dem Krieg wieder aufgebaute) Alte Landhaus um. Hofbaumeister Friedrich August Krubsacius (1718-1790) hatte dieses zwischen 1770 und 1775 errichtete Gebäude in einer harmonischen Stil-Mischung aus Spätbarock, Rokoko und Klassizismus entworfen. Sehenswert sind besonders die großartige Treppenanlage und der Festsaal des Gebäudes.

Die ständige Ausstellung des Stadtmuseums wurde im November 2006 eröffnet. Vier Säle, über 1000 Exponate, mehr als 20 Medienstationen und viele museumspädagogische Angebote schaffen unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit 800 Jahren Dresdner Geschichte zu beschäftigen. Vom Mittelalter bis in die Gegenwart werden die Besonderheiten der Residenz-, Landeshaupt- und Kunststadt Dresden ebenso sichtbar gemacht wie die lokalen Auswirkungen der großen politischen Ereignisse, die Veränderungen im alltäglichen Leben der Dresdner und deren ganz subjektive Perspektiven auf ihre Stadt. Ferner zeigt das Museum die aktuell größte Sonderausstellung zur Geschichte der Frauenkirche.

[Führungen 1. und 3. Fr im Monat 15 Uhr durch alle Ausstellungen des Stadtmuseums Dresden; Vorträge, Museumsshop, Museumscafé, Familien- und Kinderprogramme, Lesungen, Tagungen uvm.]
  Städtische Galerie Dresden - Kunstsammlung
Städtische Galerie Dresden Wilsdruffer Straße 2 (Eingang Landhausstraße), 01067 Dresden (Altstadt, Altes Landhaus an der Wilsdruffer Straße), Bus 62/75, Regionalbus 261/305/326/328/333/360/424 und Straßenbahn 1/2/3/4/7/12 bis Haltestelle Pirnaischer Platz, Tel.: 0351/488 73-70, Fax 0351/488 73-03, www.galerie-dresden.de

Im Alten Landhaus ist neben dem Stadtmuseum auch die Städtische Galerie Dresden eingerichtet. Die ständige Ausstellung des städtischen Kunstmuseums zeigt einen Streifzug durch die Dresdner Kunst des 20. Jahrhunderts, u.a. mit Werken von Otto Mueller, Otto Dix, Willy Wolff und Hermann Glöckner. In einem sich anschließenden Projektraum werden ausgewählte Einzelpositionen vorgestellt. Außerdem erwarten jährlich drei thematische Sonderausstellungen mit dem Schwerpunkt der Kunst in Dresden Ihren Besuch. Die städtische Kunstsammlung umfasst rund 1.900 Gemälde, 800 plastische Arbeiten und 20.000 Arbeiten auf Papier. Die frühesten Werke stammen aus dem 16. Jahrhundert, der Schwerpunkt liegt jedoch im 19. und 20. Jahrhundert sowie in der Gegenwartskunst.

[Führungen 2. und 4. Fr im Monat 15 Uhr durch alle Ausstellungen der Städtischen Galerie Dresden; Vorträge, Museumscafé, Museumsshop, Familien- und Kinderprogramme, Lesungen, Kunstgespräche uvm.]
  Stasi-Unterlagenbehörde
Stasi-Unterlagenbehörde Riesaer Straße 7, 01129 Dresden (Pieschen), Eingang C, Haltestelle Trachenberger Platz (Straßenbahn) oder Pieschen (Bus), Kontakt: Postfach 100165, 01071 Dresden, Tel. 0351-25083411, Fax. 25083419, www.bstu.de

Die Arbeit der Stasi-Unterlagenbehörde begann am 5. Dezember 1989 mit der Besetzung der Dresdner Zentrale der Staatssicherheit (Stasi) durch Bürgerrechtler der Stadt. Vertreter des Bürgerkomitees beschlagnahmten die Akten und übergaben sie am 3. Oktober 1990 offiziell dem damaligen Sonderbeauftragten der Bundesregierung Joachim Gauck. Seit April 1993 lagern hier an der Riesaer Straße die Akten aus dem ganzen ehem. Bezirk Dresden. Das Archiv umfasst zwölf Regal-Kilometer Schriftgut und ca. 3 Mio. Karteikarten. Die Ausstellung informiert über die Tätigkeit der Staatssicherheit der DDR und über die Ereignisse kurz vor und während der deutschen Wiedervereinigung in den Jahren 1989/1990.

[Ausstellungen im Informations- und Dokumentationszentrum, Führungen für Gruppen nach Vereinbarung, Besuchertag mit Vortrag an jedem letzten Do im Monat 14-18 Uhr, Führungen im Archiv, Videovorführungen, Bürgerberatung, Antragstellung zur Akteneinsicht, Wanderausstellungen, Ausstellungsreihe "Kunst im Lesesaal", Publikationen, Broschüren]
  Straßenbahnmuseum Dresden e.V.
Straßenbahnmuseum Dresden Trachenberger Straße 38, 01129 Dresden (Pieschen), Haltestelle Trachenberger Platz oder (Bus) Btf. Trachenberge, Fax. 8583598, www.strassenbahnmuseum-dresden.de

Der im Jahr 1992 gegründete Verein "Straßenbahnmuseum Dresden e.V." widmet sich dem Erhalt historischer Fahrzeuge der Dresdner Straßenbahn, unter denen der Triebwagen 309 von 1902 das älteste Fahrzeug ist. In dem aus der Zeit um 1900 stammenden Straßenbahnhof kann der Besucher die Arbeit an den historischen Fahrzeugen mit alten Maschinen und Anlagen miterleben und eine Ausstellung über den Arbeitsalltag von Fahrern und Schaffnern der Dresdner Straßenbahn seit 1900 besichtigen. Ein besonderes Erlebnis sind die Fahrten mit historischen Bahnen durch die Stadt.

[Führungen für Erwachsene und Schulklassen, Museumscafé, Museumsshop, Bastelstraße für Kinder, Filmvorführungen, Zubringerfahrten mit historischen Straßenbahnen, Stadtrundfahrten, Sonderfahrten]
  Technische Sammlungen Dresden
Technische Sammlungen Dresden Junghansstraße 1-3, 01277 Dresden (Striesen, Ernemann-Neubau), Haltestelle Pohlandplatz, Tel. 0351-4887272, Fax. 4887203, www.museen-dresden.de

Die Technischen Sammlungen Dresden sind seit 1992 im Ernemann-Neubau eingerichtet, einem architekturhistorisch bedeutenden Industriebau mit markantem Turm. Hier arbeitete einst die Kamerafabrik der Ernemann-Werke, später die Zeiss-Ikon-AG und schließlich der Kamerahersteller Pentacon. Die Technischen Sammlungen umfassen mehr als 30.000 Objekte der Industrie-, Technik- und Alltagsgeschichte der letzten 150 Jahre, darunter Kameras, Projektoren, das einstige "Guckkastenkino", Fernsehapparate, Rundfunkgeräte, mechanische Musikinstrumente wie z.B. Grammophone und Spieldosen, Schreibmaschinen, Rechner, Computer und Haushaltsmaschinen. Ein Schwerpunkt der Sammlung ist die Technikgeschichte der DDR. Die interessantesten Objekte der Technischen Sammlungen sind im Technischen Museum ausgestellt. Aus dem Café im 48 m hohen Ernemannturm bietet sich ein herrlicher Ausblick über Dresden.

["Camera obscura": Schauen-Bauen-Fotografieren, "Mit Blitz und Funkenfeuer": Technisches Theater, Experimentalvortrag "Feuer" im Feuerlabor, Erlebnisland Mathematik, Experimentierfeld Sehen-Erleben-Begreifen, Tonstudio, Führungen, Vorträge, Museumsshop, Kleinkunstreihe "Kunst im Café", Museumskino mit Filmen aus der Filmgeschichte, Turmfest, Familiensonntag, Kindergeburtstag im Museum, barrierefrei ausgestattete Ausstellungen]
  Universitätssammlungen Kunst+Technik
Universitätssammlungen Kunst+Technik Helmholtzstraße 9, 01069 Dresden (Südvorstadt, Technische Universität, Görges-Bau), Haltestelle Münchner Platz oder Nürnberger Platz, Kontakt: Technische Universität Dresden, 01062 Dresden, Tel. 0351-46339461, Fax. 46339479, www.tu-dresden.de/kunst-plus-technik

Der Görges-Bau der Technischen Universität Dresden ist seit 1905 der Standort des Elektrotechnischen Instituts. Hier wurde zum 175. Jahrestag der Universität im Mai 2003 (im Jahr 1828 hatte Wilhelm Gotthelf Lohrmann die Technische Bildungsanstalt Dresden eröffnet) eine ganz besondere Galerie eröffnet, in der die Universität bedeutende Werke aus ihrem Kunstbesitz in einem technischen Ambiente präsentiert. Die Kombination der Galerie mit einer Ausstellung historischer Elektromaschinen führt zu einem Dialog von Kunst und Technik getreu der Bauhausidee. Unter dem Motto "Faszination. Kunst+Technik" finden regelmäßig Sonderausstellungen mit nationaler und internationaler zeitgenössischer Kunst statt.

[Führungen mit der Kuratorin, Vorträge, Museumscafé, Museumsshop, Kataloge, interdisziplinäre Veranstaltungen der Fakultäten der Universität, Kinderakademie, Konzerte, Lesungen, Exkursionen, Jazz-Reihe]
  Verkehrsmuseum Dresden   [Details]
Verkehrsmuseum Dresden Augustusstraße 1 , 01067 Dresden (Altstadt, Johanneum), Haltestelle Pirnaischer Platz oder Altmarkt, Tel. 0351-86440, Fax. 8644110, www.verkehrsmuseum-dresden.de

Im Johanneum, in dem einst die Kutschen und Pferde des kurfürstlichen Hofes und später die Gemäldegalerie untergebracht waren, präsentiert heute das im Jahr 1952 gegründete Dresdner Verkehrsmuseum Fortbewegungsmittel aller Art wie Schienenfahrzeuge, Automobile, Zweiräder, Luftfahrzeuge und Schiffszubehör, zeitlich zurückgehend bis zu einer Sänfte aus dem Jahr 1705. Zu den bekanntesten Exponaten gehört Deutschlands älteste im Original erhaltene Dampflok - die Muldenthal von 1861, das dreirädrige Phänomobil von 1924 und das für drei Personen zugelassene Motorrad "Böhmerland" von 1927. (... weiter)

[Übersichts- und Themenführungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Sonderführungen für Lehrer, Ferienprogramm, Museumsshop, Katalog, Kurzführer, Kindergeburtstag im Museum]


webmuseen.de - Informationen über mehr als 8.000 Museen und deren aktuelle Ausstellungen im gesamten deutschsprachigen Raum



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