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Großer Garten & Palais
Lage: ca. 3 km südöstlich der Dresdner Altstadt
Merkmale: Dresdens größte (und schönste) Parkanlage, etwa 180 ha groß (ca. 154 ha Park sowie Dresdner Zoo, Botanischer Garten und Ausstellungsgelände), seit 1950 (nach der Beseitigung der schweren Verwüstungen durch die englisch-amerikanischen Bombenangriffe im Februar 1945) Kulturpark mit neuen Grünanlagen (z.B. Dahliengarten und Staudengarten in der Nähe des Palais), Kinderspielplätzen, Sportanlagen, einer Sommergaststätte (neben dem Palaisteich), einem Parktheater (nahe des Palais), einer Freilichtbühne (ca. 5.000 Zuschauerplätze, geschwungene Dächer im Stil der barocken Chinoiserien, 1954/55 unweit der Pikardie angelegt, einer ehem. Gaststätte am Ostausgang der Hauptallee) und Sommergaststätte "Carolaschlösschen" am Carolasee (1881 angelegt, Rudern und Schlittschuhlaufen) |
Bilder: Großer Garten im Herbst, im Bild unten im Vordergrund die Gleise der Parkeisenbahn
Parkeisenbahn (Liliputbahn)
gehört zu den Attraktionen des Dresdner Großen Gartens, um 1931 anlässlich der Internationalen Hygiene-Ausstellung gebaut, Spurweite 15 Zoll (381 mm), 5,6 km lange Strecke (ca. 30 Min. Fahrzeit) im südlichen Teil des Großen Gartens, 5 Bahnhöfe (Straßburger Platz, Zoo, Carolasee, Karcherallee und Palaisteich), wurde vom 1. Juni 1950 (1. Internationaler Tag des Kindes) bis 1990 "Pioniereisenbahn" genannt ("Junge Pioniere" nannte sich die Kinderorganisation der DDR)
Veranstaltungen: Parkbahnfest, "Tag der offenen Tür" (Besichtigung der Züge und Betriebsanlagen), Nikolausfahrten im Dezember für angemeldete Kindergruppen, Ausbildung von Kindern als Parkeisenbahner
www.parkeisenbahn-dresden.de (Förderverein "Dresdner Parkeisenbahn e.V.") |
Text einer Tafel am Eingang des Großen Gartens:
Der Große Garten in Dresden
Nicht weit vom Stadtzentrum Dresdens entfernt befindet sich der Große Garten, der mit seiner derzeitigen Fläche von rund 200 ha die älteste und größte Parkanlage der Stadt ist. Der erste Gartenplan, der 1676 durch den Hofgärtner M. Göttler entstand, sah bereits als Mittelpunkt der Anlage ein Palais vor. Während im gleichen Jahr die ersten Felder für den künftigen Park angekauft wurden, begann der Bau des Palais unter der Planung des Oberlandesbaumeisters J.G. Starcke erst zwei Jahre später. Er gilt als frühester barocker Palaisbau Dresdens und diente dem wettinischen Hof zunächst als Stätte für Spiele, Theater und Jagdessen. Mit dem Jahre 1683 begann nach Plänen Karchers die Umgestaltung des Gartens, die auch eine Ergänzung des Palaisbaus mit acht Kavaliershäusern mit sich brachte. Parterre- und Boskettanlagen entstanden, 1715 wurden Palaisteich und Gartenparterre, in den folgenden Jahren Remisen zur Fasanenaufzucht angelegt. Der barocke Gartenplan wurde vermutlich 1719 abgeschlossen und bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts beibehalten. Unter dem Generalgouvernement des russischen Fürsten Repnin-Wolkonski setzte man eine eigene Behörde für den während der Kämpfe 1813 verwüsteten Park ein. Der Garten wurde der Öffentlichkeit zugängig gemacht. Der Gartenarchitekt Lenné entwarf im Rahmen einer Gesamtgestaltungskonzeption Bürgerwiese und Zoologischen Garten, weitere Ideen des Gartendirektors Bouché flossen ebenfalls ein. Die barocke Grundstruktur blieb jedoch gewahrt, wenn auch einzelne Bereiche großzügig umgeformt wurden. Die Eröffnung des Botanischen Gartens sowie Gartenbauausstellungen verschafften dem Großen Garten europaweite Resonanz im 19. und 20. Jahrhundert. Bombenangriffe gegen Ende des 2. Weltkrieges richteten in den Gartenanlagen, an Gebäuden und Skulpturen erhebliche Schäden an. Aufwendige Restaurierungsarbeiten lassen jedoch den alten Glanz in Teilen wiedererstehen. Neuerungen wie die Parkeisenbahn, eine Freilichtbühne und ein Puppentheater erhöhen die Attraktivität als Naherholungsgebiet für Besucher aus Dresden und Umgebung.
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Bild: Torhaus an der Hauptallee des Großen Gartens
 Bild: Mosaikbrunnen (1926, Stadtbaurat Hans Poelzig, anlässlich der Internationalen Gartenbauausstellung geschaffen), in geometrischen und floralen Formen gestaltet
 Bild: Freilicht-Puppentheater "Sonnenhäusel" (1955, etwa 350 Zuschauerplätze) an der Herkulesallee

Bilder: Blick in die Herkulesallee (links) und die Hauptallee (rechts) des Großen Gartens (rechts im Hintergrund das Palais, vorn ein Straßenübergang der Parkeisenbahn)
Von den einst zahlreichen Skulpturen des Parks blieben nur wenige erhalten. Viele wurden 1760 (während der preußischen Besetzung Sachsens im Siebenjährigen Krieg) zerstört oder nach Charlottenburg in Preußen verschleppt.
Am Osttor der Hauptallee stehen die Gruppen "Venus und Adonis" und "Meleager und Atalante" (1719, Johann Christian Kirchner), im Umfeld des Palais u.a. "Herakles und Telephos" und "Seleinos und Dionysos" (um 1725, Paul Heermann), am Palaisteich die "Üppigkeitsvase" (Antonio Corradini), am Westeingang des Parks "Herkules mit der Schlange" und "Der Ruhende Herkules" sowie am Osteingang "Herkules und Drache im Garten der Hesperiden" und "Herkules mit Busiris" (blieben von einst 12 entlang der Herkulesallee stehenden Herkules-Skulpturen aus der Werkstatt von Balthasar Permoser erhalten).

Bild links: Marmorgruppe "Die Zeit entführt die Schönheit" (Pietro Balestra) vor dem Palais
Bild rechts: Kentaurengruppen "Eurythos und Hippodamia" (Antonio Corradini) an der Hauptallee des Großen Gartens westlich vom Palais (stand ursprünglich am Japanischen Palais)
Aus der Geschichte des Großen Gartens
16./17. Jahrhundert: Anlage von Lustgärten Dresdner Adliger vor der Stadtmauer (z.B. 1591 des Pomeranzengartens an der Ostra-Allee, vor 1653 des Rechenbergschen Gartens an der Bürgerwiese / heute Blüherpark, nach 1668 des Türkischen Gartens an der Reitbahnstraße), ab 1676: Anlage des Großen Gartens in der Regierungszeit von Kurfürst Johann Georg II. (reg. 1656-1680), aber im Auftrag des Kurprinzen (des späteren Kurfürsten Johann Georg III.) auf damals noch weit außerhalb der Stadt gelegenen Feldern Strehlener, Grunaer und Striesener Bauern (zunächst mit quadratischer Fläche von etwa 250 m Seitenlänge, später Erweiterung auf etwa 1 km Seitenlänge), ab 1678: Bau des Palais im Zentrum des Gartens, bis 1683: Gestaltung eines ersten Wegenetzes durch Gartengestalter Martin Göttler (8 strahlenförmig vom Mittelpunkt ausgehende Wege), ab 1683: Umgestaltung in einen Barockgarten (Französischen Garten) durch Johann Friedrich Karcher, schuf am Palais ein schmales Blumenparterre, davor einen ebenen Platz für Ringrennen und andere höfische Vergnügungen, dahinter ein großes Wasserbecken, beseitigte die Sternwege und schuf ein symmetrisches Wegenetz mit schnurgeraden Alleen, Grünanlagen mit gestutzten Hecken und Bäumen, durch hohe Heckenwände abgeschlossene Spielgärten, eine Orangerie, ein Labyrinth, ein Naturtheater am Palaisteich (eines der ersten Naturtheater Europas) sowie künstliche Gewässer mit Bassins, Fontänen und Kaskaden, schmückte den Garten mit mehr als 150 Marmorstatuen und Riesenvasen, 1698: Erweiterung des Gartens über die alte Pirnaische Landstraße hinaus auf Weisung Augusts des Starken (die Pirnaische Landstraße verlief nördlich der Herkulesallee, woran heute noch ein Steinkreuz am Friedrich-Bouché-Weg beim Dahliengarten erinnert), Bau der Pirnaischen Chaussee (heute Stübelallee, aber erst seit etwa 1900 in ihrer heutigen Breite) als Ersatz für die Pirnaische Landstraße, 1715: Anlage des Palais-Teiches, Ergänzung des Skulpturenschmucks des Gartens um mehrere bedeutende Großfiguren (u.a. von Antonio Corradini, Pietro Balestra, Johann Christian Kirchner und Balthasar Permoser), 1716: Verlegung der Fasanerien vom Ostravorwerk und vom Neudorfer Elbwerder in den Großen Garten, wo Strauchdickichte, Fasanengräben, Schießgänge, Futtergärten und ein Fasanenwärterhaus entstanden, 1718: Bau einer 2,50 m hohen Mauer zum Schutz vor Raubwild und unbefugtem Betreten, die Torwärter betrieben einen erlaubten Bierausschank zur Aufbesserung ihres geringen Einkommens, bis 1733: Veranstaltung üppiger Hoffeste (z.B. des Venusfestes anlässlich der Vermählung des Kurprinzen im Jahr 1719)
1745: schwere Schäden durch Kämpfe zwischen österreichischen und preußischen Truppen, Siebenjähriger Krieg (1756-1763): Schäden durch Kämpfe und durch die preußischen Besatzer (fällten 610 der stärksten Linden der Alleen, deckten das Kupferdach des Palais ab, zertrümmerten zahlreiche Bildwerke und verschleppten andere Skulpturen nach Sanssouci und Charlottenburg), ab 1764: Umgestaltung der Anlage in einen Englischen Landschaftspark durch Oberlandbaumeister Julius Heinrich Schwarze, Öffnung für bürgerliche Besucher (mit Ausnahme der Fasanengehege), 1813 (Zeit der Napoleonischen Kriege): Verwüstungen im Großen Garten während der Schlacht bei Dresden, kurz darauf Einrichtung einer besonderen Behörde für die Wiederherstellung der Dresdner Gartenanlagen auf Weisung des russischen Fürsten Repnin-Wolkonski (amtierte nach der Niederlage Napoleons, zu dessen Verbündeten Sachsen gehörte, als Generalgouverneur von Sachsen), Abbruch der zerstörten Parkmauer (Grunaer und Striesener Bauern durften mit den Steinen ihre abgebrannten Gehöfte wieder aufbauen), 1815: Aufhebung der Fasanenzucht im Park, Umbau des Hauses des Fasanenwärters zum Gasthaus "Große Wirtschaft", Umwandlung der Torhäuser in Gaststätten und des Ringrennplatzes vor dem Palais in ein großes Rasen- und Blumenparterre (Hofgärtner Johann Gotthelf Hübler), Anlage einer Obstbaumschule südlich der Hauptallee, 1866: Abholzung der meisten Obstbäume durch preußische Besatzer für den Bau einer Schanze (im Bereich Straßburger Platz), in den Folgejahren: gewinnorientierte Bewirtschaftung des Königlichen Großen Gartens unter der Verwaltung des Forstrentamtes (z.B. durch Fällen von Bäumen ohne Rücksicht auf die Parkgestaltung, Eröffnung neuer Schankstätten, Umgestaltung der 8 Kavalierhäuser am Palais in Wohnungen für Sommergäste, Verpachtung der Fischerei im Palaisteich und der winterlichen Eisbahn, Verkauf der Laubstreu an Erwerbsgärtner)
1873: Obergärtner Johann Karl Friedrich Bouché (Schüler des Gartengestalters Lenné) wird Direktor des zu jener Zeit recht verwahrlosten Großen Gartens (er erneuerte und erweiterte den Park bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1922), 1878: Einbeziehung von Strehlener Feldern im Südosten, 1880: Durchbruch der Grunaer Straße (direkte Verbindung zwischen dem Großen Garten und der Innenstadt), 1881-1886: Anlage des Carolasees in den Kiesgruben an der Krähenhütte (im Seegraben, einem von Seidnitz her zwischen der Herkules- und der Winterbergstraße und durch den Großen Garten bis zur Bürgerwiese verlaufenden Elbe-Altarm, heute von der Querallee an vom Kaitzbach durchflossen), 1890-1897: Einbeziehung von etwa 15 ha Grunaer Wiesen (der früher infolge von Verlängerungen entlang der Hauptallee kreuzförmige Große Garten besaß nun eine Rechteckform mit ca. 1.900 m x 1.000 m Ausdehnung, an der Karcherallee etwa 900 m breit, ca. 154 ha bzw. mit Zoo, Botanischem Garten und Ausstellungsgelände ca. 180 ha groß), 1894: Anlage des Neuen Teiches auf dem hinzugefügten Gelände
Februar 1945: totale Verwüstung des Parks durch die englisch-amerikanischen Bombenangriffe, Zerstörung des Palais, der Kavalierhäuser, der Torhäuser, des Ausstellungsgeländes und der meisten Gaststätten sowie des Zoologischen und Botanischen Gartens (mit fast dem gesamten Tier- bzw. Pflanzenbestand und allen Gebäuden), nach Kriegsende: Aufräumen der Parkanlage, Verfüllen der Bombentrichter, Instandsetzung des etwa 34 km umfassenden Wegenetzes, allmähliche Wiederherstellung des Baumbestandes durch Baumpflegemaßnahmen und Ersatzpflanzungen, Nutzung einiger Parkflächen als Grabeland für den Anbau von Feldfrüchten und Gemüse wegen der damaligen Nahrungsmittelknappheit, bis 1969: äußerliche Wiederherstellung des Palais |
Palais im Großen Garten
 Bild: Ostseite des Palais im Großen Garten, davor der Palais-Teich
Lage: Zentrum des Großen Gartens (wo sich Haupt- und Querallee kreuzen)
Bauzeit: 1678-1683 (zusammen mit der ersten Gartenanlage)
Architekt: Oberlandbaumeister Johann Georg Starcke
Merkmale: erster Barockbau Dresdens, eigentümlicher früher deutscher Barockstil (mit strengerer Anordnung der Elemente als beim klassischen Barockstil, um 1680 in Deutschland recht häufig, sonst dagegen kaum anzutreffen): betonte horizontale und vertikale Gliederung, vorgezogene Seitenflügel (H-förmiger Grundriss), herausgehobener Mittelrisalit, zwei doppelläufige Freitreppen (eingefügt in die von den beiden Seitenflügeln gebildeten Höfe), Dreiecksgiebel, große Segmentgiebel, üppiger, aber streng geordneter Schmuck mit Ornamentplastiken, Girlanden, Gehängen, Friesen, Reliefplatten, Pilasterkapitellen und Vasen, überlebensgroße Sandstein-Vollfiguren in den Fassadennischen, zahlreiche Sandsteinbüsten, das Palais zeigt Stil-Elemente eines Lusthauses, eines französischen Schlosses des 17. Jahrhunderts (recht zarte flächige Formen) und der Palast-Architektur Genuas
Innenausstattung: ein durch Stützen unterteiltes Vestibül im Erdgeschoss des Mitteltraktes, darüber ein zweigeschossiger Festsaal mit reich vergoldeten Stukkaturen und prächtigen Marmorarbeiten, Deckengemälde von Samuel Bottschildt und Christian Fehling (ein erster Höhepunkt der barocken Monumentalmalerei in Dresden), in den Seitensälen Ornamentik französischer Stukkateure (damals erstmalig in Dresden), vier lebensgroße, in Stuck gefertigte antike Allegorien im Hauptgeschoss (die meisten Schmuckelemente der Räume gingen bei den Bombenangriffen im Februar 1945 verloren, werden aber seit 1990 nach und nach rekonstruiert)
Nutzung: ursprünglich Gartenhaus (Sommerhaus) für ländliche Vergnügungen des kurfürstlichen Hofes (ohne Wohnfunktion), dann Sommerveranstaltungs- und Ausstellungsgebäude
Aus der Geschichte: nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648): Anlage zahlreicher Gärten und Landhäuser im Stadtumland für Dresdner Adlige und wohlhabende Bürger, 1676: Beginn des Ankaufs von Grundstücken für die Einrichtung des Großen Gartens, 1678-1683: Bau des Palais im Zentrum der Gartenanlage (gehört zu den frühesten Barockbauwerken Dresdens und Kursachsens, war eine der Hauptarbeiten von Oberlandbaumeister Johann Georg Starcke), Fassadengestaltung u.a. durch Marcus Conrad Dietze, George Heermann (wahrscheinlich die 4 Statuen des Parisurteils an der Erdgeschossfront und die beiden Portalmasken), Abraham Conrad Buchau (wahrscheinlich der Giebel der Ostseite) sowie durch die Brüder Jeremias Süssner (u.a. Büsten der 12 Cäsaren und der 4 Kaiserinnen) und Conrad Max Süssner (wahrscheinlich der West-Giebel mit Tympanon),
Februar 1945: Brandzerstörung durch die Bombenangriffe, bald darauf Sicherung des Mauerwerks durch das Institut für Denkmalpflege, 1954-1969: äußerliche Wiederherstellung des Palais und Wiederaufbau von 5 der 8 Kavalierhäuser (andere Gebäude im Umfeld des Palais wie einige der ehemaligen Gaststätten erstanden dagegen nicht wieder), 1990: Beginn einer umfassenden Außenrestaurierung mit Ergänzung von bislang fehlenden Fassadenteilen und Beginn der Rekonstruktion der Säle mit Stuck und Kunstmarmor nach alten Plänen, 1991: Einweihung der bis dahin restaurierten Räume mit einem Konzert in der großen Erdgeschosshalle
www.palais-grosser-garten.de www.offenes-palais.de www.schloesser-dresden.de
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Bilder: Ost- und Südseite des Palais im Großen Garten
Kavalierhäuser
8 quadratische Pavillons (1684-1694) im Umfeld des Palais, gelten als die ersten ihrer Art in der Dresdner Region, ursprünglich eingeschossige Saalbauten, später um jeweils ein Halbgeschoss aufgestockt, Mansardendächer nach französischem Vorbild gestaltet, die Häuser enthielten einst Spiel- und Erfrischungsräume für die Hofgesellschaft
1729: Einrichtung der Dresdner Antikensammlung in vier der Kavalierhäuser (ab 1786 dann im Japanischen Palais); Hier erhielt der berühmte Altertumsforscher Johann Joachim Winckelmann, damals Bibliothekar in Schloss Nöthnitz (südlich von Dresden), wesentliche Anregungen für seine "Geschichte der Kunst des Altertums" von 1764. |
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