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Stadtteil Albertstadt
Lage: zwischen dem Heller im Norden, der Dresdner Heide im Osten, dem Alaunplatz im Süden und der Stauffenbergallee im Westen
Bauzeit: 1873-1879 (nach der Verlegung der Militärkaserne aus dem Osten der Inneren Neustadt hierher an den Rand der Dresdner Heide)
Merkmale: nach König Albert von Sachsen (reg. 1873-1902) benannt, war eine der größten Garnisonsstädte Deutschlands (selbstständiger Gutsbezirk mit eigener Verwaltung und eigener Polizei), erst 1945 nach Dresden eingemeindet
Industriegelände: nach dem Ersten Weltkrieg aus dem entlang der Königsbrücker Straße verlaufenden Werkstättenareal der Garnison hervorgegangen
Stauffenberg-Allee: zwischen der Radeberger und der Radeburger Straße verlaufende ehem. Heerstraße, 3 km lang und 30 m breit, zunächst Carola-Allee genannt (hieß in der Zeit der DDR "Dr.-Kurt-Fischer-Allee"); Graf Schenk von Stauffenberg leistete in der ehem. Infanteriekaserne der Albertstadt, an der diese Allee vorbeiführte, seinen Militärdienst
Nordfriedhof (ehem. Garnisonsfriedhof) und Sowjetischer Garnisonsfriedhof: am Kannenhenkelweg (Südwestrand der Dresdner Heide) gelegen

Militärhistorisches Museum Dresden (Armeemuseum)
Lage: Olbrichtplatz (Albertstadt)
Merkmale: eines der weltweit größten Militärmuseen, ca. 1,2 Mio. Objekte, universale militärische Sammlung (keine Spartensammlung wie die meisten anderen Armeemuseen), seit 1994 Leitmuseum der Bundeswehr, dokumentiert 600 Jahre deutsche Militärgeschichte vom späten Mittelalter bis heute anhand von Waffen, Munition, Großtechnik (u.a. Panzer, Flugzeuge und Weltraumtechnik), Uniformen, Orden, Fahnen u.a.m., bedeutende Teile des Inventars stammen aus dem Königlich-Sächsischen Arsenal und aus dem Bestand der NVA (Armee der DDR), Besucher-Information: s. Museen, zum Museum gehört eine militärhistorische Ausstellung auf der Festung Königstein
Aus der Geschichte: ab 1873: Bau zahlreicher Gebäude und technischer Anlagen des Arsenals der Dresdner Garnison am Olbrichtplatz (u.a. des repräsentativen Hauptgebäudes) und an der Königsbrücker Straße, 1897: Einrichtung einer Ausstellung mit Teilen der Arsenalsammlung, ab 1914: Sächsisches Armeemuseum, ab 1940: Deutsches Heeresmuseum, Februar 1945: einige Beschädigungen durch die Bombenangriffe, 1946-1965: Stadthalle für große Versammlungen und Ausstellungen sowie Orchesterkonzerte und Veranstaltungen auf der Bühne des Hauptsaales, ab 1972: Armeemuseum der DDR, Gegenwart: Neueinrichtung als Militärhistorisches Museum nach einer umfassenden Rekonstruktion des Gebäudes (Pläne: Architekt Daniel Libeskind), Einrichtung eines großzügigen neuen Depots an der anderen Seite der Königsbrücker Straße

Hauptwache der Albertstadt
Hauptwache der Albertstadt (im Bild in der Zeit um 1930, nach einem alten Foto, verändert)
Lage: östlich des Militärhistorischen Museums
Bauzeit, Architekt: 1875, Georg Hermann Nicolai (ist im Fürstenzug in der Personengruppe hinter dem Fahnenträger als Figur mit steifem Hut abgebildet)
Merkmale: als Vorbild diente wahrscheinlich die Loggia dei Lanzi ("Halle der Landsknechte") in Florenz

Fabrice-Mausoleum
Fabrice-Mausoleum
Lage: Ecke Stauffenberg-/Marienallee
Bauzeit, Architekt: 1891, Constantin Lipsius
Merkmale: Mausoleum von General Georg Friedrich Graf von Fabrice (sächsischer Kriegsminister 1866-1891); das Bronzestandbild des Generals (von Johannes Schilling) wurde im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen


Garnisonskirche
Garnisonskirche (Martinskirche)
Lage: Stauffenberg-Allee (Albertstadt)
Bauzeit, Architekt: 1895-1900, Baufirma Lossow & Viehweger
Merkmale: reich gegliedertes Bauwerk in einem gelungenen Historismus-Stil, 90 m hoher Turm (überragt alle Gebäude in der Umgebung und bietet somit einen herrlichen Rundblick über das Elbtal)
Nutzung: ursprünglich evangelisch-katholische Simultankirche der Garnison mit einer größeren Halle für Protestanten und einer kleineren für Katholiken, diente nach 1945 auch als Lager für Theaterkulissen und Kostüme und als Behelfsunterkunft der Phonothek der Sächsischen Landesbibliothek, der katholische Teil wurde von einer Kirchgemeinde (die ihr Gotteshaus im Krieg verloren hatte) weiter kirchlich genutzt, 2004-2005: Aufbewahrungs- und Ausstellungsort der Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (dann im Jägerhof)


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