Dresden und Sachsen
Inhalt
Landkarte
Einführung
Geschichte
Dresden
Stadtplan
Einführung
Stadtgeschichte
Staatl. Kunstsammlungen
Schlosskomplex
Theaterplatzbereich
Brühlsche Terrasse
Neumarktbereich
Altmarktbereich
Innere Vorstädte Altstadt
Innere Neustadt
Elbe, Elbbrücken
Stadtteile Nordwest
Stadtteile Nord
Stadtteile Nordost
Stadtteile Ost
Stadtteile Südost
Stadtteile Süd
Stadtteile Südwest
Stadtteile West
Dresdner Umland
Oberlausitz

Links
Angebote
Buch, CD
Impressum

Copyright

Texthinweis Landeskundlicher Reiseführer
StartseiteLandeshauptstadt Dresdendresden-und-sachsen.de
Stadtteile Nordost
SeitenLoschwitz | Blaues Wunder | Weißer Hirsch | Bühlau | Rochwitz | Schönfeld-Weißig | Wachwitz | Niederpoyritz | Hosterwitz | Schloss Pillnitz | Oberpoyritz, Söbrigen

Stadtteile Oberpoyritz und Söbrigen
Aus der Geschichte von Oberpoyritz
Gebiet am Graupaer Bach schon in frühgeschichtlicher Zeit bewohnt (z.B. Reste einer größeren bronzezeitlichen Siedlung mit Herdstellen und viel Keramik an der Straße nach Graupa gefunden), 1378: urkundliche Ersterwähnung des Rundweilers als Podegricz, bis 1409: zur Burggrafschaft Dohna gehörend, ab 1587: als Zubehör zur Grundherrschaft Pillnitz gehörend (damals unter der Familie von Loss), 1649: Erwähnung von 9 Bauern, einem Häusler und einem Winzer im Ort (die Weintraube im alten Gemeindesiegel erinnert an die Weinwirtschaft im Gebiet), auch die Zeidlerei (Honiggewinnung) gehörte zum Gewerbe der Einwohner, 1721: Erwerb eines Weinberges durch den kurfürstlich-königlichen Hof, ab 1765: Einquartierung der Pillnitzer Schlosswache zum Teil in Oberpoyritz, 1818: Erwähnung von Johann Gottlob Ryssel als Weinbergsbesitzer (an diese Familie erinnern die Namen der Rysselkuppe und des Rysselschen Weinberges), 1844: Ablösung der Frondienste und Abgaben, 1854: Schankrecht für den Gasthof Schmiedeschänke, später erste Siedlungserweiterungen an der Lohmener Straße, dann recht verstreute Neusiedlungen im Umfeld des Dorfes (v.a. am Weinbergsweg und am Graupaer Weg bis hin zur Ortsgrenze von Graupa), hier erlaubten günstige Boden­ und Klimaverhältnisse einen einträglichen Gartenbau (Gemüse und Obst, an den besonnten Borsberghängen auch Erdbeeren und Pfirsiche), 1950: Eingemeindung nach Dresden, letzte Ausbreitung der Siedlung (auch mit vielen Wochenendhäusern) hangwärts im Bereich Viehbotsche, An der Rysselkuppe und An den Jagdwegen, von der historischen Bausubstanz blieben u.a. einige alte Gehöfte am Dorfplatz erhalten

Aus der Geschichte von Söbrigen
1378: urkundliche Ersterwähnung des Rundweilers mit zentralem Dorfplatz als Cebregin (nach dem altslawischen Personennamen Sebekury, 1439 als Sebiger, 1445 als Czebgerim, 1499 als Zobrian und 1529 als Sebrigenn), war ein ehemaliger Fischer-Wohnplatz am Elbufer (das Elbschiffer-Gewerbe der Einwohner wird in einer Inschrift von 1795 am Dorfplatz von Altsöbrigen erwähnt), nur 3 Bauernwirtschaften, Ortsflur überwiegend vom Pillnitzer Gut bewirtschaftet, Garten- und Obstbau im Umland von Söbrigen (warme leichte Böden, südexponierte Lage), 1727: August der Starke übereignete das ehemalige kursächsische Forsthaus am Elbeweg dem Hofangestellten Christoph Weidlich mit dem Privileg für Bierausschank, Schlachterei und Bäckerei, seitdem dient das Gebäude als Gasthaus, Ende des 19. Jahrhunderts: die Gegend wird zu einem beliebten Dresdner Naherholungsgebiet (das rechtselbische Hochufer bietet einen schönen Ausblick auf das Elbtal, zum Elbsandsteingebirge und bei guter Sicht zum Osterzgebirge), Ausbreitung der Siedlung u.a. mit einer Zeile villenartiger Wohngebäude entlang der Elbe, 1950: Eingemeindung nach Dresden, ab 1950er Jahre: Einrichtung von Wohnungen für Arbeiter der Heidenauer Industrie, Betrieb einer Elbfähre zu den linkselbischen Industriezentren

einige alte Häusleranwesen und Gehöfte im Umfeld des alten Dorfplatzes und am Elbeweg, Wohngebäude meist mit massivem Sandstein-Untergeschoss und Fachwerk-Obergeschoss (blieb nur vereinzelt unverputzt erhalten), kunstgeschmiedete Blitzableiter und Wetterfahnen, eigentümliche kleine Schuppenbauten (sog. Anschieber) und hölzerne Wasserpumpen, eine Gedenktafel in einem Vorgarten erinnert an Pastor Roller (verbrachte seine Jugendzeit hier, wurde durch Wilhelm von Kügelgens "Lebenserinnerungen eines alten Mannes" bekannt)


SeitenLoschwitz | Blaues Wunder | Weißer Hirsch | Bühlau | Rochwitz | Schönfeld-Weißig | Wachwitz | Niederpoyritz | Hosterwitz | Schloss Pillnitz | Oberpoyritz, Söbrigen


  nach oben

Landeskundlicher Reiseführer