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Hauptstraße ![]() Im Rahmen des Aufbaus der barocken Neuen Königstadt (später einfach Neustadt genannt) anstelle des im Jahr 1685 abgebrannten rechtselbischen Stadtteils Altendresden ließ August der Starke zwischen dem Neustädter Markt und dem Schwarzen Tor (ab 1811 Albertplatz genannt) ab 1727 eine Via triumphalis anlegen - die Hauptstraße. Schon der kurz nach dem Brand von 1685 von Wolf Caspar von Klengel angefertigte Wiederaufbauplan hatte eine barocke Stadtanlage mit einer prächtigen Allee als zentrale Achse vorgesehen. Damit die 540 m lange Hauptstraße durch einen perspektivischen Effekt noch länger erscheint, verringerte man ihre Breite von 57 m am Neustädter Markt auf 38 m am Schwarzen Tor. Im 18. Jahrhundert galt die schon bei ihrer Entstehung mit Linden bepflanzte Allee als glanzvollste Straße Dresdens und bis zur Öffnung der Brühlschen Terrasse für die Bevölkerung im Jahr 1814 als Hauptpromenade der Stadt. ![]() Seit 1974 ist die Hauptstraße, die in der Zeit der DDR Straße der Befreiung hieß, ein von Platanen beschatteter und mit Skulpturen und Brunnen geschmückter Fußgängerboulevard. Bild: Eingang der Hauptstraße am Albertplatz
![]() Am Eingang der Hauptstraße vom Neustädter Markt her stehen zwei 25 m hohe bronzene Fahnenmasten. Heinrich Epler schuf sie im Jahr 1893 als Erinnerung an den Besuch von Kaiser Wilhelm I. im Jahr 1882 in Dresden. Ihre Gestalt ist den Masten auf dem Markusplatz in Venedig nachempfunden. ![]() ![]() Bilder: Wandskulptur an der Ecke Dreikönigskirche (links) und Figur mit Fernglas und Globus (eine der barocken Skulpturen der Hauptstraße; rechts) Besonders sehenswert sind die seit 1979 sorgfältig restaurierten Barock- und Rokoko-Bürgerhausfassaden an der Westseite der Hauptstraße. Die übrigen Bauten orientieren sich zumindest noch mit ihren Traufhöhen und Straßenfluchten an den historischen Maßen. Hauptstraße Nr. 9 ist ein elegantes Rokokohaus, gleich daneben steht das klassizistische Haus Nr. 11 von 1810. ![]() Bei Haus Nr. 13 handelt es sich um das zwischen 1765 und 1770 errichtete Kügelgenhaus. Es zeigt eine harmonische Hausfassade im Stil des Rokoko. Wegen des in großen Goldbuchstaben unter der Traufe stehenden Wahlspruches "An Gottes Segen ist alles gelegen" wird es auch Gottessegenhaus genannt. ![]() Im Kügelgenhaus wohnte (im zweiten Obergeschoss) der Maler Gerhard von Kügelgen (1772-1820) von 1808 bis zu seiner Ermordung im Jahr 1820. Sein Sohn Wilhelm von Kügelgen (1802-1867) schrieb die "Jugenderinnerungen eines alten Mannes", die das Leben jener Zeit beschreiben. Aus einem der Fenster beobachtete Johann Wolfgang von Goethe im Jahr 1813 den Einmarsch der russisch-preußischen Truppen unter Zar Alexander I. von Rußland und König Friedrich Wilhelm III. von Preußen nach dem Sieg über Napoleon. Bild: Wilhelm von Kügelgen
![]() Zu den restaurierten Barockhäusern aus der Zeit um 1715 an der Hauptstraße gehört Haus Nr. 17. Hier wohnten der Hofbildhauer Benjamin Thomae und dessen Schwiegersohn und Schüler Hofbildhauer Gottfried Knöffler. Ihre Werkstatt lag im Hintergebäude von Haus Nr. 19. Bild: Häuser Hauptstraße 11, 13, 15, 17 und 19 (von links nach rechts; Haus Nr. 19 nur angeschnitten) ![]() Im Hof von Haus Nr. 17 steht ein barocker Pavillon. ![]()
![]() Im Hof von Haus Nr. 19 (Bild) befindet sich das im Jahr 1779 gegründete und 1999 wiedereröffnete Societaetstheater - Dresdens ältestes bürgerliches Theater und auch eines der ältesten bürgerlichen Theater Deutschlands. ![]() Bilder: Societaetstheater im Hof der restaurierten Barockhäuser an der Westseite der Hauptstraße; im Hintergrund die Dreikönigskirche ![]() ![]() An der Ostseite der Hauptstraße haben ein Gebäude aus der Gründerzeit und die Markthalle von 1899 (im Jahr 2000 rekonstruiert) den Krieg überstanden. Die Figuren am Giebel der Ostfassade der Markthalle stammen vom Blockhaus. Die Markthalle wurde am Ort einer Kaserne gebaut, in der ab 1877 Elendsquartiere für etwa 2.000 Menschen eingerichtet waren. Bild: Gründerzeithaus an der Ostseite der Hauptstraße Östlich der Hauptstraße erstreckte sich früher eine große militärische Anlage mit mehreren Kasernenbauten. Seit dem Wiederaufbau nach der totalen Zerstörung im Februar 1945 ist hier ein Wohngebiet mit vielgeschossigen Wohnbauten in durchgehender Flucht zu finden. ![]() Bild: Markthalle östlich der Hauptstraße (im Hintergrund die Dreikönigskirche) nach oben |