![]() |
Kurländer Palais ![]()
Bilder: Kurländer Palais im Zustand um 1930 (oben, nach einem alten Foto, verändert) und als Ruine in den 1990er Jahren (unten) ![]() Johann Christoph Knöffel errichtete das Kurländer Palais im Jahr 1729 für Minister Graf von Wackerbarth, den Generalfeldmarschall und Oberinspekteur des Bauwesens unter August dem Starken. Das vorher hier stehende Gouvernementshaus war durch einen Brand vernichtet worden. Der Name "Kurländer Palais" erinnert an den ab 1744 hier wohnenden (kurzzeitigen) Herzog von Kurland - den sächsischen Prinzen Carl (Enkel von August dem Starken). Zwischen 1815 und 1864 war die Chirurgisch-Medizinische Akademie in diesem Haus untergebracht. Einer der Professoren war bis 1827 der Arzt, Naturforscher und Maler Carl Gustav Carus (1789-1869). Die im Jahr 1954 gegründete Medizinische Akademie Dresden in der Johannstadt trägt seinen Namen. Zur Chirurgisch-Medizinischen Akademie gehörte ein Botanischer Garten auf dem ehemaligen Wallgelände der Stadtfestung hinter dem Palais - der Vorgänger des heutigen Botanischen Gartens. Professor Ludwig Reichenbach, Hofgärtner Carl Adolf Terscheck und dessen Bruder hatten ihn im Jahr 1820 angelegt. Ab 1879 leitete Oskar Drude (Professor am Botanischen Institut des Polytechnikums) diese Einrichtung. Von 1924 bis 1945 hatte der Landesverein Sächsischer Heimatschutz seinen Sitz im Kurländer Palais. Die Bombenangriffe im Februar 1945 ließen vom Palais nur eine Ruine zurück. In der Zeit der DDR nutzte der Jazzklub "Tonne" die Kellerräume. Seit seinem im Jahr 2008 vollendeten Wiederaufbau bereichert nun auch das Kurländer Palais wieder das historische Zentrum Dresdens. ![]() Bild: Vorschau des wiederaufgebauten Kurländer Palais (nach einem an der Baustelle angebrachten Plakat) nach oben ![]() |