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Italienisches Dörfchen
Italienisches Dörfchen, vom Theaterplatz gesehen
Lage: Elbseite des Theaterplatzes
Bauzeit: 1911-1913
Architekt: Stadtbaurat Hans Erlwein, Giebel-Plastiken: Georg Wrba
Merkmale: Mit Sandstein verkleidetes Gebäude im klassizistischen Stil eines Parkpavillons des 18. Jahrhunderts
Nutzung: Gaststätte

www.italienisches-doerfchen.de

Der Name Italienisches Dörfchen erinnert an den Wohnort der italienischen Bauarbeiter, die an der Errichtung der Katholischen Hofkirche (zwischen 1739 und 1754) mitwirkten. Der italienische Architekt Gaetano Chiaveri, der von Kurfürst Friedrich August II. den Auftrag für den Kirchenbau erhalten hatte, brachte mehrere Landsleute als Bauführer und Handwerker mit. Die italienischen Handwerker errichteten hier, direkt neben der Hofkirche, ab 1739 ein Gewirr aus 32 verwinkelten Wohnhäuschen.

Im Italienischen Dörfchen fand Carl Maria von Weber im Jahr 1817 seine erste Dresdner Wohnung - im Haus des Kastraten und berühmten Sopransängers Ceccarelli.

Die Häuser wurden dann beim Bau von Sempers Erstem Hoftheater abgebrochen - bis auf einige wenige, die Gaststätten beherbergten. Der Name "Italienisches Dörfchen" blieb an der seit 1851 bestehenden Wirtschaft unmittelbar über dem damaligen Landeplatz der Dampfschiffe der Meißner Linie haften.

Elbseite des Theaterplatzes
Bild: Elbseite des Theaterplatzes
Stadtbaurat Hans Erlwein erhielt den Auftrag, die Elbseite des Theaterplatzes mit einem repräsentativen Bauwerk zu schließen. Er legte das Italienische Dörfchen sehr flach an, damit es die Ansicht der historischen Gebäude am Theaterplatz von der Elbe her nicht allzu sehr versperrt. Auch der zurückhaltende klassizistische Stil der Fassade sorgt dafür, dass das Ensemble der Barock- und Renaissance-Bauten am Theaterplatz nicht gestört wird. Außerdem lässt der Baustil in eindrucksvoller Weise die Nähe des Elbestromes erahnen.

Nordwestflügel des Italienischen Dörfchens
Bild: Nordwestflügel des Italienischen Dörfchens
Östlich vom Gebäude führt eine große, aber unauffällige Freitreppe zur Uferstraße hinunter. Diese unter der Augustusbrücke hindurch führende Straße entstand während des Neubaus der Brücke im Jahr 1910.

Deckenausmalung im Italienischen Dörfchen
Die Bombardierung Dresdens im Februar 1945 ließ vom Italienischen Dörfchen nur eine Ruine zurück. Im Jahr 1956 begann der Wiederaufbau des Gebäudes. Bei einer umfassenden Restaurierung im Jahr 1994 wurde auch die schöne historische Ausmalung der Innenräume (Bild: Deckenausmalung) wiederhergestellt.



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