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Stadtteil Cotta
Flur Cotta: zwischen dem Fluss Weißeritz im Osten, der Bramschstraße im Südosten, der Weidentalstraße im Süden, der Gottfried-Keller- und Klaus-Groth-Straße im Südwesten und dem Gottfried-Keller-Platz im Norden; älteste Straßen der Cottaer Flur: Löbtauer Kirchweg (Cossebauder/Lübecker Straße), Wölfnitzer Leichenweg (Gottfried-Keller-Straße), Gorbitzer Leichenweg (Gorbitzer Straße)

Aus der Geschichte
1328: urkundliche Ersterwähnung des Gassendorfes Kottowe (altsorbisch: Ort des Kot oder Chot) anlässlich des Verkaufs des Herrengutes und eines Drittels des Dorfes durch Hermann den Älteren, die Lehnshoheit fiel an das Meißner Domstift, dieses erwarb 1416-1512 auch noch die anderen Grundstücke der Flur, löste das Gut auf und verpachtete das Land an die Bauern, nach der Reformation (1539): Wechsel von Cotta und der umliegenden Dörfer in den kurfürstlichen Besitz, 1568: Kurfürst August von Sachsen lässt das Vorwerk Ostra (Kammergut Ostra) einrichten, fast die Hälfte der Cottaer Flur (etwa 100 ha) einbezogen, in Cotta lebten ab jetzt überwiegend Gärtner und Häusler,
1817-1837 (nach dem großen Wassereinbruch von 1808 im Zauckeroder Kunstschacht mit 9 Todesopfern): Bau des 6 km langen Tiefen Erbstollens zur Elbe, Höhe der Stollensohle nach dem bis dahin höchsten Elbewasserstand von 1784 festgelegt, besitzt 9 Lichtschächte für die Frischluftzufuhr und als Zugang für Reparaturen: 1. Lichtschacht im Keller des ehem. Hofbrauhauses in Cotta, 4. Schacht im Garten Gottfried-Keller-Straße 35, 5. Schacht nahe der ehemaligen Holländischen Windmühle in Leutewitz, 7. Schacht bei Obergorbitz/Altfranken, 8. und 9. Schacht am Burgwartberg bei Zauckerode), 1862: Bau einer Cavillerei genannten Abdeckerei am Lerchenberg durch die Stadt Dresden (1915 geschlossen nach der Inbetriebnahme des neuen Vieh- und Schlachthofes im Ostragehege), 1866: Bau einer Schanze am Lerchenberg durch preußische Truppen (1875 eingeebnet, der Name "Schanzenviertel" erinnert daran),
zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts (im Zuge der Industrialisierung von Löbtau): Bau großer Arbeiterwohnsiedlungen, Versechsfachung der Einwohnerzahl zwischen 1867 und 1900, 1872: Bau des Hofbrauhauses (120 m langes Gebäude) an der Hamburger Straße (nahe der Mündung des im Bereich der Warthaer Straße fließenden Baches "Alte Wasserschöppe"), 1921: Ende des Brauereibetriebes und 1922 des Schankbetriebes, Einzug der Pianofortefabrik Hupfeld-Zimmermann und 1935 eines Rohr- und Armaturenwerkes, später zum Wohnhaus umgebaut, 1875 (nach dem Durchbruch der Schweriner Straße - damals Wettiner Straße - in der Wilsdruffer Vorstadt): Erweiterung der Meißner Landstraße zur zweiten westlichen Ausfallstraße Dresdens neben der Kesselsdorfer Straße, 1893: Verlegung des Flusses Weißeritz von der Friedrichstadt nach Cotta (der Cotterbach/Weidigtbach mündete vorher am Schusterhaus in die Elbe, dann am Emmerich-Ambros-Ufer in die Weißeritz), 1895: Bau einer Interimskirche (Hebbelstraße 18), 1897: verheerendes Weißeritz-Hochwasser (u.a. Abbruch des Schusterhauses), 1897: Gründung eines eigenen Kirchspiels (gehörte vorher zur Briesnitzer Kirchgemeinde), 1899: Bau des Hebbelbades,
1900: Bau des Cottaer Rathauses (Stil der Neorenaissance, Architekten: Seitz & Voretzsch), 1903: Eingemeindung nach Dresden, 1906: Fertigstellung der katholischen Marienkirche (auf einer Anhöhe an der Gottfried-Keller-Straße, Architekt: Heino Otto, Entwurf: Arnold Güldenpfennig, Paderborner Dombaumeister), 1909/10: Bau der damals größten Volksschule Sachsens (Architekt: Stadtbaurat Hans Erlwein, nach einem früheren Freskobild auch Rübezahlschule genannt, das im Krieg beschädigte Gebäude wurde 1949 wieder hergestellt, seitdem als Gymnasium genutzt), 1910: Inbetriebnahme der Schwemmkanalisation (unterquert mit zwei Rohren von 1,15 m bzw. 2 m Durchmesser nahe der Flügelwegbrücke die Elbe und verläuft dann weiter zum Klärwerk in Kaditz), 1914-1927: Bau der Heilandskirche (Architekt: Rudolf Kolbe, Kirche 1922 von der Stadt Dresden übernommen, 1929 umgebaut), 1946: Wechsel des Luftbades (einst vom Naturheilverein Cotta geschaffen) in städtischen Besitz, 1947: Einrichtung einer Spielstätte der Volksbühne (des späteren Theaters der jungen Generation) in der ehemaligen Tanzgaststätte Constantia (alle Dresdner Theaterhäuser waren den britisch-amerikanischen Bombenangriffen zum Opfer gefallen und mussten sich Ausweichquartiere suchen), von der Bausubstanz Altcottas blieb nur wenig erhalten (z.B. das Faustsche Weingut Hebbelstraße 26 mit Rundbogentor, einer Rebstock-Darstellung im Türschlussstein und einer Inschrift am Straßengiebel zur Geschichte des Hauses)

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