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Jägerhof
Südteil des Jägerhofes
Lage: östlich des Neustädter Marktes
Bauzeit: 1569-1617
Merkmale: ältestes Baudenkmal der Dresdner Neustadt, schönes und in Dresden seltenes Beispiel für den Stil der deutschen Renaissance-Architektur, von der ursprünglich vierflügeligen Anlage blieb nur der Westflügel erhalten, Voluten am Giebel, 3 polygonal gebrochene Treppentürme mit geschweiften Hauben
Nutzung: Museum für Sächsische Volkskunst und Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden


Aus der Geschichte
1539: Auflösung des Altendresdner Augustinerklosters (im Zuge der Reformation), bis 1546: Abbruch der Klostergebäude, ab 1569: Bau des vierflügeligen Jägerhofes im Auftrag von Kurfürst August von Sachsen (reg. 1553-1586), 1617: Fertigstellung des Obergeschosses mit dem Jägersaal (diente repräsentativen Zwecken des kurfürstlichen Hofes, war mit Gemälden und Skulpturen geschmückt), Umgestaltung des südlichen Giebels im Stil der Dresdner Spät-Renaissance, 1830-1877: Nutzung als Kavalleriekaserne, danach Abbruch des Gebäudes mit Ausnahme des Westflügels, Nutzung als Werkstatt, Lager und zeitweise als Armenhaus, ab 1911: umfassende Sanierung, 1913: Einrichtung des Museums für Sächsische Volkskunst (1897 von Oskar Seyffert gegründet, heute zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehörend), Februar 1945: Brandzerstörung durch die Bombenangriffe, nur das Erdgeschoss mit seinem schlichten Kreuzgratgewölbe konnte im Original gerettet werden, die anderen Gebäudeteile wurden später rekonstruiert, Dezember 1945: erste Weihnachtsausstellung in den notdürftig hergerichteten Räumen, 1950: Wiedereröffnung des Volkskunstmuseums


Sandsteinskulptur eines kurfürstlichen Hofjägers am Jägerhof
Keramikbrunnen am Jägerhof

Bilder: Im Renaissance-Stil (und mit Humor) gestaltete Sandsteinfigur eines kurfürstlichen Hofjägers des frühen 17. Jahrhunderts vor der Ostseite und Keramikbrunnen (1979, Eva Peschel) vor der Westseite des Jägerhofes

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