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Jägerhof ![]()
Am Ort des Augustinerklosters von Altendresden, das im Jahr 1539 nach dem Einzug der Reformation aufgelöst und bis 1546 abgetragen worden war, ließ Kurfürst August von Sachsen (reg. 1553-1586) ab 1569 den vierflügeligen Jägerhof bauen. Bis zum Jahr 1617 kam noch ein neues Obergeschoss hinzu, in dem nun ein mit Gemälden und Skulpturen ausgeschmückter Jägersaal für repräsentative Zwecke des kurfürstlichen Hofes diente. Der südliche Giebel erhielt zu dieser Zeit seine charakteristische Form im Stil der Dresdner Spät-Renaissance. ![]() Zwischen 1830 und 1877 nutzte das Militär den Jägerhof als Kavalleriekaserne, dann wurden Teile des Gebäudes abgerissen. Seitdem besteht nur noch der Westflügel. In dessen Räumen betrieb man z.B. eine Werkstatt, ein Lager und zeitweise ein Armenhaus. Bild: Südteil des Jägerhofes Im Jägerhof ist seit 1913 das Museum für Sächsische Volkskunst eingerichtet. Oskar Seyffert (1862-1940) hatte zwischen 1911 und 1913 umfangreiche Sanierungsarbeiten durchführen lassen und so den Jägerhof vor dem Abriss bewahrt. Das von Seyffert im Jahr 1897 gegründete Museum, das heute zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden gehört, zeigt vor allem Volkskunsterzeugnisse, die ab dem 18. Jahrhundert in den Regionen Lausitz, Erzgebirge und Vogtland entstanden. Nach den Bombenangriffen im Februar 1945 brannte das Gebäude aus. Nur das Erdgeschoss mit seinem schlichten Kreuzgratgewölbe konnte im Original gerettet werden, die anderen Gebäudeteile wurden später rekonstruiert. Bereits im Dezember 1945 fand in den notdürftig hergerichteten Räumen wieder eine erste Weihnachtsausstellung statt. Das Volkskunstmuseum wurde im Jahr 1950 wiedereröffnet. ![]() Bilder: Im Renaissance-Stil (und mit Humor) gestaltete Sandsteinfigur eines kurfürstlichen Hofjägers des frühen 17. Jahrhunderts vor der Ostseite und Keramikbrunnen von Eva Peschel aus dem Jahr 1979 vor der Westseite des Jägerhofes ![]() nach oben |