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Stadtteil Niederpoyritz
Die bei Wachwitz noch schmale rechtselbische Niederterrasse verbreitert sich ab Niederpoyritz (stromaufwärts gesehen) - der Talhang tritt immer mehr vom Strom zurück. Wegen starker Hochwassergefahr blieben weite Teile der Niederpoyritzer Niederterrasse unbesiedelt. Der Ort beschränkt sich im wesentlichen auf das Gebiet der Pillnitzer Landstraße. Zuletzt breitete er sich noch etwas am Elbtalhang im Bereich der Staffelsteinstraße aus.

Aus der Geschichte von Niederpoyritz
1414: urkundliche Ersterwähnung des Straßendorfes als Podegricz (altsorbisch "Ort unter der Burg", auf die einst am oberen Eingang des Helfenberger Grundes stehende, erstmals 1350 erwähnte Befestigung Hilfenburg bezogen), ab 1539: Zugehörigkeit zur Kirchgemeinde Hosterwitz, 1621: urkundliche Ersterwähnung einer Mühle im Helfenberger Grund (ab 1869 im Besitz des Fabrikanten Eugen Dietrich und für dessen pharmazeutische und Papierproduktion genutzt, in der Zeit der DDR Kleinbildkamera-Produktion des Dresdner Pentacon-Werkes), bis 1645: Zugehörigkeit des Niederpoyritzer Gutes (an der zum Helfenberger Grund führenden Eugen-Dieterich-Straße gelegen) als Beigut zur Grundherrschaft Pillnitz (ebenso wie das Wachwitzer Gut), dann als Rittergut eigenständig, Weinbau auf den sich schnell erwärmenden leichten, staunässefreien Böden der Niederpoyritzer Elbhänge (einstige Weinpresse im Haus Pillnitzer Landstraße 221 mit Jahreszahl 1674), Betrieb einer Elbe-Schiffsmühle (der Flurname "An der Schiffsmühle" erinnert daran), 1721: Bau einer Schänke auf einer aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) stammenden Schanze (ehemaliges Gasthaus "Zur Schanze" unweit der Landestelle der heutigen Laubegaster Fähre), 1887: Eröffnung eines Feierabendheimes (nach dem schwedischen Prinzen Gustav Wasa benannt), 1894: Fertigstellung des (noch heute bestehenden) Niederpoyritzer Schulhauses (vorher hatten die Kinder die Schule in Hosterwitz besucht), 1903: Anschluss an den städtischen Nahverkehr, 1950: Eingemeindung nach Dresden, einige verbliebene historische Bausubstanz: u.a. Herrenhaus von 1735 an der Eugen-Dieterich-Straße (heute als Wohnhaus genutzt), Haus gegenüber mit Jahreszahl 1832 im Schlussstein des Rundtores, an der rechten Tür des Hauptflügels die Jahreszahl 1835 zusammen mit dem sächsischen Wappen und den Initialen FA (Friedrich August)


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