Dresden und Sachsen
Inhalt
Landkarte
Einführung
Geschichte
Dresden
Stadtplan
Einführung
Stadtgeschichte
Staatl. Kunstsammlungen
Schlosskomplex
Theaterplatzbereich
Brühlsche Terrasse
Neumarktbereich
Altmarktbereich
Innere Vorstädte Altstadt
Innere Neustadt
Elbe, Elbbrücken
Stadtteile Nordwest
Stadtteile Nord
Stadtteile Nordost
Stadtteile Ost
Stadtteile Südost
Stadtteile Süd
Stadtteile Südwest
Stadtteile West
Dresdner Umland
Oberlausitz

Links
Angebote
Buch, CD
Impressum

Copyright

Texthinweis Landeskundlicher Reiseführer
StartseiteLandeshauptstadt Dresdendresden-und-sachsen.de
Stadtteile Ost
SeitenJohannstadt | Striesen | Ernemann-Neubau, Technische Sammlungen | Blasewitz | Gruna, Neugruna | Seidnitz, Dobritz | Tolkewitz | Laubegast | Leuben | Zschachwitz | Sporbitz, Meußlitz, Zschieren

Stadtteile Sporbitz, Meußlitz und Zschieren
Brüchichtgraben (Brüchigtgraben)
aulehm-gefüllter, grundfeuchter Elbe-Altarm zwischen Sporbitz und Meußlitz (zwischen Mügeln und Zschieren von der Elbe abzweigend), nimmt bei Großzschachwitz den Lockwitzbach auf (dieser mündet nahe der Laubegaster Werft in die Elbe, der Elbe-Altarm streicht dagegen an Leuben und Dobritz vorbei weiter zum Gebiet des Wasserwerkes Tolkewitz), weitgehend frei von Bebauung (wegen des hohen Grundwasserstandes und der beständigen Überschwemmungsgefahr, aber auch zur Gewährleistung des Hochwasserabflusses), Wiesenland mit einigen offenen Standgewässern, die Straße zwischen Zschieren und Mügeln quert die Senke auf einem Damm

Aus der Geschichte von Sporbitz
1350: urkundliche Ersterwähnung des aus einer alten sorbischen Siedlung hervorgegangenen sackgassenartigen Rundplatzdorfes als Sperwicz (altsorbisch: spar = ausgebrannte Stelle) und 1400 als Sparewicz (heutiger Name seit 1551 bekannt), 1400: Zugehörigkeit zum Distrikt Dresden, ab 1547 zum Amt Dresden und ab etwa 1588 zum Amt Pirna,
1897: Austritt aus der Kirchgemeinde Dohna und Gründung einer eigenen Kirchgemeinde (zusammen mit Meußlitz, Zschieren, Groß- und Kleinzschachwitz), 1900: Eröffnung einer eigenen Schule (Kinder vorher in Kleinzschachwitz eingeschult), Anfang des 20. Jahrhunderts: Ausbreiten eines Wohn- und Industriegebietes südlich von Altsporbitz (der Brüchichtgraben im Norden blieb dagegen weitgehend unbebaut), 1921: Vereinigung mit Großzschachwitz, 1950: Eingemeindung nach Dresden (zusammen mit Großzschachwitz und Meußlitz),

recht gut erhaltener Dorfkern von Altsporbitz: am ehem. Dorfplatz vier großzügige Bauerngüter (Dreiseithöfe und Vierseithöfe mit Säulentoreinfahrten, künden vom einstigen Wohlstand der Sporbitzer Bauern), massiv gebaute Wohnhäuser (zum Teil mit steinernem Giebelschmuck) und Wirtschaftsgebäude, Dächer der großen, meist zwei Tennen umfassenden Scheunen mit Ochsenaugenfenstern für die Durchlüftung der Böden, eine Inschrift am Altsporbitzer Gut Nr. 9 kündet vom Niederbrennen des Dorfes und von 8 umliegenden Orten durch schwedische Truppen im Jahr 1639 im Dreißigjährigen Krieg (das nahe der Peterswalder Landstraße gelegene Dorf erlitt ebenso wie Meußlitz wiederholt verheerende Truppendurchzüge in Kriegszeiten)

Aus der Geschichte von Meußlitz
1350: urkundliche Ersterwähnung des aus einem slawischen Weiler hervorgegangenen Dorfes als Miselicz (nach einem altsorbischen Personennamen Mysl), 1465 als Mewselwitz, 1501 als Muslitz und 1590 als Meuselitz, Blockflur mit schwach lehmigem Talsand ("Am Sand", trockener und weniger fruchtbar als der südlich des Brüchichtgrabens anstehende Aulehmboden), vorrangig mit Roggen, Gerste, Hafer und Kartoffeln bebaut, jedoch kaum als Wiesen- oder Weideland genutzt, um 1400: Zugehörigkeit zum Distrikt Dresden, ab 1547 zum Amt Dresden, ab 1588 zum Amt Pirna, 1634 (im Dreißigjährigen Krieg): Brandzerstörung mehrerer Häuser durch Brandenburger Truppen (einige dieser Grundstücke werden noch 28 Jahre später als wüst beschrieben), 9. Oktober 1813 (Zeit der Napoleonischen Kriege): Brandvernichtung von 5 Gütern und 3 Häusern (etwa der Hälfte der Anwesen des damaligen Dorfes; eine Inschrift an einem Altmeußlitzer Haus berichtet davon), ab 1900: Ausbreitung neuer Wohnsiedlungen (vorwiegend in offener Bauweise) in Richtung Zschieren und Zschachwitz, 1922: Anschluss an Großzschachwitz, 1950: Eingemeindung nach Dresden

recht gut erhaltener Dorfkern ("Am Teich"): unter anderem ein großer Dreiseithof (mit massiv aus Sandstein gebauter, zwei Tennen umfassender mächtiger Scheune), einige Altmeußlitzer Häusleranwesen an Struppener Straße und Johannes-Brahms-Straße (zum Teil mit schönem alten Fachwerk), Wohn- und Wirtschaftsraum einiger Anwesen durch herabgezogene Dächer erweitert

Aus der Geschichte von Zschieren
frühe Besiedlung dieses sehr fruchtbaren Gebietes durch ein bronzezeitliches Gräberfeld (12./11. Jahrhundert v.Chr.) belegt, 1242: urkundliche Ersterwähnung des hochwassergefährdeten (nur wenig über dem Elbspiegel gelegenen) Fischerwohnplatzes (Gebiet Elbstraße und Feldweg) als Schirin (altsorbisch ceren = Senknetz der Fischer) und 1445 als Tscherin, Ende des 14. Jahrhunderts: Erwähnung des Straßendorfes Kleinzschieren (4 Bauerngüter auf hochwassersicherem Gelände im Bereich der Struppener Straße), 1241-1501: Großzschieren im Besitz der Familie von Schirin, dann der Familie von Carlowitz (Kreischa) und teilweise der Familie von Zuschendorf, 1570: Wechsel in den Besitz der Familie von Schönberg (Purschenstein und Rittergut Gamig), Kleinzschieren ab 1393 mehrmals im Besitz geistlicher Grundherren, ab 1546 im Grundbesitz der Kirche Dohna und ab 1615 Teil der Grundherrschaft Pillnitz-Graupa-Schönfeld, ergiebige Landwirtschaft auf sehr fruchtbarem Land (Streifen- und Blockflur, im Untergrund steht Aulehmboden der Elbaue und des Brüchichtgrabens an), Anfang des 17. Jahrhunderts: Erwähnung der kleinen weilerartigen Siedlung Trieske (nördlich nahe dem Elbufer gelegen), 1784 (ebenso 1830): Teilzerstörung der elbnahen Siedlungen durch Hochwasser, ab 1900: Ausbreitung neuer Wohnsiedlungen von Meußlitz und Kleinzschachwitz her bis an Zschieren heran, 1950: Eingemeindung nach Dresden

historische Bausubstanz in Kleinzschieren: alte Häusleranwesen mit Krüppelwalmdächern und (meist verputztem) Fachwerk sowie ein Dreiseithof, ein Vierseithof und ein Winkelhof (auch einige der großen Lindenbäume der Gehöfte sind noch vorhanden), Ortsteil Trieske: einige alte Häusleranwesen sowie ein Dreiseithof mit Fachwerk-Wohngebäude


SeitenJohannstadt | Striesen | Ernemann-Neubau, Technische Sammlungen | Blasewitz | Gruna, Neugruna | Seidnitz, Dobritz | Tolkewitz | Laubegast | Leuben | Zschachwitz | Sporbitz, Meußlitz, Zschieren


  nach oben

Landeskundlicher Reiseführer